Wie du Kinder und Haushalt easy unter einen Hut bekommst

Möchtest du dir öfter mal die Decke über den Kopf ziehen? Willst du manchmal laut „ich bin nicht da“ brüllen, wenn die Wäsche sich stapelt, die Staubflusen eine Party auf deinem Teppich feiern, das Abendessen dringend fertig werden muss und gleichzeitig die Kinder durchdringend nach Mamaaaaaaaaaa rufen? Bist du ab und an ein kleines bisschen überfordert mit Kind, Haushalt und den ellenlangen To Do Listen, die man als Mutter so hat?

Vielleicht kommst du auch gerade aus dem Büro und möchtest einfach nur die Füße hochlegen, weißt aber jetzt schon ganz genau, dass nach dem Spielen das Abendessen folgt und nach dem Abendessen der Zubettgeh-Prozess und nach dem Zubettgeh-Prozess der Haushalt. Wenn du Glück hast bleiben dir danach noch maximal 5 Minuten Zeit für dich, bevor du im Stehen einschläfst. 

Das geht auch anders. Wirklich! Es gibt nämlich einen genialen Trick, der dir dabei hilft Haushalt und Kinder entspannt unter einen Hut zu bringen.

„Ich schaffe es nicht Kinder, Arbeit und Haushalt zu managen“

Wie oft habe ich diesen einen Satz schon gehört und weißt du was? Ich kann verstehen, dass Mütter das irgendwann verzweifelt vor sich hinmurmeln. Eine amerikanische Studie (von der Saftmarke Welch’s) mit über 2000 Müttern hat erst vor kurzem ergeben, dass Mütter über 14 Stunden täglich mit Kindern und Haushalt beschäftigt sind. Lass dir das mal auf der Zunge zergehen: 14 Stunden täglich! Das ist deutlich mehr als jeder Vollzeitjob.

Der Studie zufolge beginnt der durchschnittliche Mom-Arbeitstag um 6.23 Uhr und endet um 20.31 Uhr – Montag bis Sonntag. Und der Haushalt ist dann meistens noch gar nicht gemacht. Mal ganz abgesehen davon, dass du vielleicht auch zwischendurch gerne mal ein bisschen Wellness-Zeit für dich hättest oder dir einfach nur die Haare waschen willst. Das muss aber nicht so laufen. 

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Die Kinder können glänzen und die Mutti und der Haushalt gleichzeitig auch, das geht! Auch wenn du es im ersten Moment vielleicht nicht glauben willst und auch wenn es dir wie ein wunderschöner Traum vorkommt. Du kannst Haushalt und Kids so managen, dass alle Spaß haben und dir am Ende auch noch mehr Zeit für dich bleibt.

Fakt ist: Wenn du Kinder und Haushalt getrennt voneinander betrachtest, dann ist beides gleichzeitig natürlich nicht zu schaffen. Kinder sind ein Fulltimejob und der Haushalt ist es auch. Aber wer sagt denn, dass du nicht beides kombinieren kannst?

Der eine Trick

Jetzt verraten wir dir DEN EINEN Trick, der dir dabei helfen kann Kinder und Haushalt gleichzeitig zu wuppen. Dieser Trick ist so simpel, dass du dir an den Kopf greifen wirst, wenn du ihn noch nicht nutzt. Er ist so einfach, dass du ihn sofort und jederzeit bei dir zu Hause anwenden kannst. Du brauchst dafür nichts, außer deiner Fantasie, deinen Kindern und deinen Haushalts-To-Dos. 

Der Trick heißt: Gamification! 

Das kannst du noch ausbauen und unterstützen mit der „Mama-Karte“ oder einem „Hilferuf“ – wie das geht, erklären wir dir jetzt im Artikel und geben dir am Ende noch drei klassische Beispiele. 

Punkt 1: Für Kinder ist nahezu alles ein Spiel = GAMIFICATION

Das ist eine Tatsache, die du dir unglaublich gut zu Nutze machen kannst. Es ist deinem Minime nämlich im Grunde vollkommen schnuppe:

  • ob es mit einem bunten Schmusetuch spielt oder ein buntes Geschirrtuch in die Waschtrommel schleppen darf
  • ob es Rasseln aus einem Laufstall raussortiert oder Papier in eine Tonne reinsortiert
  • ob es mit einem Holzspielzeug klappert oder mit dem Swiffer 

Kurz gesagt: Mach ein Spiel aus deinen Haushalts-To-Dos und du kannst sie zusammen mit deinem Kind erledigen. 

Punkt 2: Kinder lieben es außerdem genau das zu tun, was Mamaaaaaaaaaa macht = MAMA-KARTE

Also mach es einfach vor. Am besten mit einem Lächeln und einem begeisterten Gesichtsausdruck, auch wenn du dir schöneres als Staubfeudeln und Wäsche sortieren vorstellen kannst. Aber für dein Kind ist es genau dann superchic, das alles mitzumachen, wenn es: 

  • Erstens sieht, dass du es macht und 
  • zweitens, dass der ganze Kram auch noch Spaß macht. 

Punkt 3: Kinder lieben es zu helfen = HILFERUF

Bitte dein Minima also immer wieder um Hilfe und gib ihm eine Aufgabe in dem ganzen Haushaltsprozess. Wenn es mitmacht, dann bedanke dich euphorisch und gib dem Minime das Gefühl, dass seine Hilfe essentiell und wunderschön für dich ist. 

All das zusammen ist die grandiose Gamification-Kombi: Das kannst du immer wieder einsetzen, um deine Kids und deinen Haushalt ganz easy gleichzeitig zu managen. Und dann kannst du Abends endlich auch mal mit einem glücklichen Lächeln die Füße hochlegen, wenn die Kinder friedlich in ihren Betten liegen und der Haushalt glänzt.

Wir haben im folgenden jetzt drei Beispiele für dich, aber im Grunde sind deine Möglichkeiten Kinder und Haushalt zu kombinieren nahezu grenzenlos. 

3 Spieletipps für deine Gamificationrunde

Spiel Nummer 1: Das Wäsche-Spiel

Dieses Spiel geht fast ab dem ersten Tag und kann dann nach und nach in Sachen „Verantwortungsbereich“ beliebig gesteigert werden. Je nach Alter des Kindes kannst du dein Kind immer mehr einbeziehen in das Spiel, je älter es wird.

  • Mit Baby: Lege den Haufen frisch gewaschener Wäsche einfach auf dein Bett und das Baby daneben. Das Minime kann dann die verschiedenen Stoffe fühlen und Farben begutachten, während du die Wäsche direkt daneben faltest.

    Oder du stellst den Stubenwagen einfach unter den seitlichen ausgeklappten „Arm“ des Wäscheständers und hängst dort immer wieder neue Wäscheteile auf. Das ergibt so eine Art „Wäschemobile“. Das Minime kann das Mobile wachsen sehen, mit den Wäschestücken spielen, während du die restliche Wäsche aufhängst oder abhängst. 
  • Später: Du kannst dein Kind die Wäsche mit sortieren lassen, du kannst es die Waschmaschine ein- oder ausräumen lassen, du kannst es spielerisch dazu auffordern die frisch gewaschene Wäsche mit dir zum Wäscheständer zu tragen oder die gefaltete Wäsche in die verschiedenen Schubladen einzusortieren.

Jaaaa, die Wäsche wird vermutlich nicht ganz so akkurat gefaltet sein, wie du es sonst gewohnt bist. Ziemlich sicher wirst du auch länger dafür brauchen. Aber du kannst in der gemeinsamen Zeit mit deinem Kind Dinge mit Spaßfaktor erledigen, die dir sonst später den wohlverdienten Feierabend rauben würden. 

Spiel Nummer 2: Das Kochtopfklappern

Kochen ist nicht nur eine lästige Angelegenheit, um irgendwie an gesunde Nahrung zu kommen, kochen kann Spaß machen und ist für Kinder ein heißbeliebtes Spiel. Das kannst du ausnutzen und dein Kind in die Zubereitung des Essens mit einbeziehen. 

Dieses Spiel hat zwei Varianten, was die Spielregeln betrifft. 

  • Variante 1: Du lässt dein Kind parallel kochen.
    Das ist natürlich supereinfach: Du schnappst dir einfach die Kinderküche oder wenn du wenig Platz hast die Tischküche (Affiliate Link) und legst sie auf eine Spieldecke (affiliate Link) in der Küche. Während du schnippelst und brutzelst, lässt du dein Kind parallel in seiner Kinderküche mit Holzgemüse und Spielsahne ein Menü kochen. Du kannst die ganze Zeit mit deinem Minime reden, dich über Rezepte austauschen und ganz nebenbei sorgst du dafür, dass das rasende Kleinkind für die 20 Minuten am Platz sitzen bleibt, so dass du kochen kannst. 
  • Variante 2: Dein Kind hilft dir beim Kochen. 
    • Dazu legst du alles bereit, was du brauchst, nimmst dein Kind auf den Schoß und schnippelst zusammen mit dem Minime das Fleisch und Gemüse. 
    • Das Minime hat dabei exakt eine Aufgabe: Es muss dir das Gemüse halten und reichen. Ohne seine Hilfe, könntest du niiiiiiiiiiiie kochen. Soviel ist klar. Und genau das musst du deinem Kind auch verklickern.
      1. Du brauchst seine Hilfe!
      2. Es hat eine verdammt wichtige Aufgabe in diesem Kochprozess.
      Genau dann wird es dem Kind auch Spaß machen. 
    • Dann wirfst du das Essen in die verschiedenen Töpfe und erlaubst auch deinem Kind auf deinem Arm oder im „Lernturm“ (Affiiate Link) stehend mit deiner Hilfe Gemüse in die Pfanne zu werfen, mit dem Kochlöffel umzurühren und fragst es immer wieder nach seiner Meinung. Zum Beispiel, ob noch Salz ins Essen soll oder wieviel Öl du in die Pfanne schütten musst. 

Die zweite Variante hat zwei entscheidende Vorteile: Erstens wird Obst und Gemüse dadurch ein haptisches Vergnügen für das Kind und es wird die Sachen lieber probieren, wenn sie fertig gekocht sind und zweitens wird das Kochen so zu einem Happening, das ihr gemeinsam Erleben könnt. 

Spiel Nummer 3: Die Staubflusenjagd

Staubflusen lassen sich grandios mit einem Tuch oder einem Swiffer (Affiliate Link) jagen. Da dein Minime dich vermutlich schon mal mit dem Teil gesehen hat oder unter Umständen auch schon den Anblick kennt, wie du mit einem Staubtuch die Wohnung feudelst, wird es dein Kind sicher gerne nachmachen wollen. DU kannst aber auch ein Spiel daraus machen oder dein Kind um Hilfe bitten. Damit hättest du jetzt einmal alle drei Punkte als Beispiel: Vorbild & Gamification & Hilferuf

Tipp: Der Swiffer lässt sich grandios zu einer Mini-Version für das Minime umbauen. Du dreist einfach ein oder zwei Glieder aus dem Griff raus. Schon hast du einen giftgrünen knallbunten Kinderbesen. 

Jetzt kommt die „Gamification“ ins Spiel. Du machst ein Happening aus der Staubfluse und das Putzen zur Staubflusenjagd. 

Zum Beispiel: 

  • Wer die meisten Staubflusen fängt, hat gewonnen
  • Wer findet wohl die dickste Staubfluse?

Oder du ziehst die Mama-Karte. Kinder LIEBEN es genau das zu machen, was auch ihre Eltern tun. Vorbildfunktion – nennt sich das. Wenn du jetzt also mit einem Lächeln in Anwesenheit deines Kindes über den einen oder anderen TV-Schrank, das Wohnzimmerregal oder die Wickelkommode feudelst, dann wir dein Kind das auch machen wollen. Jetzt drückst du ihm den Staubwedel in die Hand und ihr wedelt beide gemeinsam. 

Du kannst dein Kind natürlich auch fragen, ob es dir hilft. Sonst würdest du es ja niiiiiiiiiiie schaffen. Und dann lobst es, als ob es kein morgen gäbe, wenn es den Staubwedel schwingt. 

Das bisschen Haushalt…

Das alles kannst du fast überall im ganzen Family-Alltag durchziehen. Beim Supermartkteinkauf kannst du dein Kind bitten dir zu helfen, in dem es die Äpfel oder Orangen hält oder mit dir zusammen überlegt, was ihr einkaufen müsst. Beim abendlichen Chaos im Kinderzimmer kannst du ein Happening aus dem „Einräumen“ in die Spielzeugkiste machen und beim Staubsaugen brauchst du driiiiiingend jemanden, der den Griff mit dir zusammen hält. 

Klar ist natürlich auch, dass du dein Kind keine Glasflaschen wegräumen, Putzmittel in den Eimer füllen, Porzellanteller aus der Spülmaschine holen oder etwas anderes tun lassen solltest, was es gefährden könnte oder wofür es noch zu klein ist. Alle „Haushaltsspiele“ müssen natürlich Kindersicher umsetzbar sein. Aber das gilt locker für 80% der Aufgaben im Haushalt. Deiner Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt. 

Jetzt kennst du den EINEN Trick, der dir dabei hilft Halshalt und Kinder ganz easy unter einen Hut zu bringen: GAMIFICATION & MAMA-KARTE & HILFERUF

Mach einfach ein Spiel aus allem und mach alles zusammen mit deinem Kind.

Überlege einfach immer nur: 

  1. Kann ich ein Spiel aus dem Haushaltsjob machen?
  2. Ist etwas bei dieser Aufgabe dabei, das ich abgeben und bei dem ich mein Kind einfach bitten kann mir zu helfen?
  3. Kann ich etwas vormachen oder parallel machen, und so das Kind dazu animieren es mir nachzumachen? 

Und schon kannst du dein Kind einbeziehen und deine täglichen Aufgaben im Alltagswahnsinn ganz easy erledigen, während dein Kind dabei ist und ihr beide auch noch Spaß habt. 

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