Puzzeln rockt! Das bringt es deinem Kind und so startet ihr richtig!

Wenn du glaubst, Puzzles sind nur etwas für Omas oder gelangweilte Hausfrauen, dann liegst du so was von falsch! Puzzeln ist cool, macht Spaß und ist soooooo gut für die Gehirnentwicklung deines Kindes! Wir sagen dir in diesem Artikel, wieso du unbedingt gleich heute mit deinem Kiddy puzzeln solltest und wie du so damit startest, dass dein Kind zum Puzzle-Freak wird! 

Puzzeln – Das bringt es!

Du bist keine Tiger-Mom, die ihr Kind ab dem ersten Atemzug mit Förderkursen zuballert, willst aber die natürliche Entwicklung deines Kindes mit Spielen unterstützen? Dann ist Puzzeln genau dein Ding! Denn dieses Spiel fördert praktisch alles, was man bei Kindern nur fördern kann und das mit super viel Spaß und ganz nebenbei. Und wenn du wie ich eine Mom bist, die ihren Kaffee nur dann in Ruhe trinken kann, wenn die Kinder zehn Minuten beschäftigt sind – dann nutzt du Puzzles sicherlich schon lange als Geheimwaffe für eine Pause!

Falls du aber noch mehr Argumente brauchst, um das erste Puzzle für dein Kind zu besorgen, kommen hier ein paar Punkte, die Neurowissenschaftler an Puzzeln lieben:

  • Schult die Feinmotorik!  Denn vor allem am Anfang ist es für unsere Kinder nicht ohne, die kleinen Teilchen in einander zu stecken! Diese Frimelarbeit ist aber einfach super für die Feinmotorik.
  • Bildet das Vorstellungsvermögen! Denn im Kopf deines Kindes entsteht im Prozess des Puzzelns ein Bild von dem Endergebnis. Und mit der Zeit wird dein Kind sich sogar zuerst das Endergebnis vorstellen und dann gezielt das Bild nach dieser Vorstellung zusammensetzen. Eine super gute Übung für Minis Gehirn! 
  • Dein Kind lernt ein Problem zu lösen! Und das Schritt für Schritt. Und das Lösen von Problemen macht uns Menschen glücklich. Natürlich nur, wenn es für uns nicht zu schwer und nicht zu leicht ist. Wie du genau den richtigen Schwierigkeitsgrad aussuchst, erklären wir dir etwas später in unserem Artikel.
  • Verschafft Erfolgserlebnisse! Denn dein Kind hat ein Problem selbst gelöst und das macht ihn glücklich und macht ihm Lust, neue Herausforderungen anzugehen.
  • Steigert die Konzentrationsfähigkeit! Und dazu haben viele Kinder gar keine Gelegenheit mehr – vor allem wenn sie ihren Alltag vor der Glotze oder dem Smartphone verbringen.
  • Entspannt! Denn Puzzeln hat etwas Meditatives!
  • Macht einfach mega viel Spaß!

Ab wann puzzelt es sich am besten?

Puzzeln ist schon etwas für die ganz Kleinen! Wirklich! Der entscheidende Faktor ist hier, die Art des Puzzles, der Schwierigkeitsgrad und wie du und dein Kind damit spielt. Wir geben dir in diesem Abschnitt ein paar Tipps für den Puzzle-Start im ersten, zweiten und dritten Lebensjahr!

Ab 1. Jahr – Steckpuzzle und Duo-Puzzle

Wenn dein Kind noch ein Mini ist und sein erster Geburtstagskuchen noch nicht lange her ist, startest du am besten mit einem Steckpuzzle oder einem Duo-Puzzle. Beide sind schon super für Einjährige geeignet.

Beim Steckpuzzle sind vor allem die aus Holz super cool. Es gibt welche mit einem Griff an den Figuren und welche ohne. Meine Kinder fanden die Figuren mit Griff irgendwie cooler und ich fand es super, dass sie gleichzeitig auch noch das Greifen mit zwei oder drei Fingern geübt haben. Aber hier kannst du einfach mal testen, was dein Mini mehr mag – Griff oder kein Griff.

So startest du mit einem flachen Steckpuzzke:

  1. Lass deinen Kleinen erstmal alle Figuren einzeln und nach einander aus der Puzzlevorlage rausnehmen. So bekommt dein Kind ein Gefühl für die Figuren.
  2. Lass Mini mit den Figuren spielen und sie richtig kennen lernen.
  3. Setze dann alle Figuren selbst wieder ein und nehme nur eine Figur raus. Bitte dein Kind, die Figur in den Rahmen zu setzen.
  4. Wenn Mini mit einer Figur klar kommt, dann kannst du eine weitere rausnehmen. Nun muss Mini sogar schon erraten, welche Figur in welche Form passt. Keine leichte Angelegenheit für dein Mini.
  5. Erst wenn dein Kind mit der Hälfte der Figuren richtig gut klar kommt, kannst du alle Figuren auf einmal rausnehmen und vor deinem Kind verteilen.

Super cool sind auch Duo- oder Doppelpuzzle, die wir dir schon in diesem Artikel vorgestellt haben. Sie bestehen nur aus zwei Teilen und das ist ein guter Start in die Puzzle-Welt. Die besten findest du bei Djeco.

  1. Nimm dir ein Doppelpuzzle, trenne es und lege die beiden Hälften vor dein Kind. Erzähl deinem Mini eine Geschichte zu den beiden Bildern! „Schau mal, da ist ein Hase. Der hat so einen Hunger! Was meinst du, was möchte der Hase essen? Richtig! Eine Karotte! Magst du den Hasen füttern?“ Und dann kannst du dein Kind die beiden Bilder zusammenführen lassen. Es geht noch nicht mal darum, dass dein Mini das Puzzle in einander steckt, sondern erstmal nur um die Fähigkeit, die beiden Bilder zu einander zu zuordnen.
  2. Zeig deinem Kind, wie du die beiden Puzzle-Teile in einander steckst und lass dann dein Kind die beiden Puzzleteile wieder lösen.
  3. Steigere langsam die Anzahl der Puzzleteile. Leg bitte nicht gleich alle Bilder vor dein Kind! Denn das kann dein Mini total überfordern.

Ab 2 Jahren: Mindestens 12 Teile – aber bitte mit Unterlage

Wenn dein Kind schon zwei Jahre oder älter ist, kannst du gerne auch zu den größeren Puzzle wechseln. Ja, auch zu denen die ein fettes ab 3+ auf der Verpackung stehen haben! Wir lieben es, wenn unsere Kinder möglichst lange mit ihren Spielsachen spielen und von einem 3+ Puzzle wird dein Kind viel länger etwas haben, als von einem 2+ Puzzle, denn das kann nach ein paar Mal spielen viel zu easy für dein Kind sein. Super gut für den Start sind diese Puzzles von Ravensburger mit 15 Teilen. Aber auch diese Puzzles von Djeco.

Hier kommen unsere Tipps zum Start eines großen Puzzles:  

  • Starte am besten mit einem Puzzle, das in eine feste Unterlage gesetzt wird, denn dieses Puzzle hat noch den Vorteil, dass die Kontur des richtigen Puzzle-Teilchens in die Unterlage eingestampft ist. Das wird Mini später etwas helfen, das richtige Puzzleteilchen zu fnden. Achtung: Hier gibt es auch welche, die nicht die klassische Puzzleform haben, sondern rund geschnitten sind! Die sind zwar auch mega zum Spielen, sind aber noch nichts für Zweijährige.
  • Nimm ruhig ein Puzzle mit mindestens 12 Puzzleteilchen! So wird dein Kind viel länger mit dem Puzzle spielen können.
  • Such unbedingt ein Bild aus, das dein Kind super anspricht! Wenn dein Kleiner super gerne jedes Detail auf dem Bauplatz-Puzzle anschaut, dann hast du das richtige Puzzle ausgesucht.
  • Achte auf sehr klar getrennte Bilder! Wenn zwei oder sogar drei Puzzle-Teilchen nur Himmel oder nur Wiese darstellen, dann lass dieses Puzzle lieber gleich im Geschäft! Besser sind Puzzleteilchen, die klar zuzuordnen sind – also zum Beispiel ein Elefantenrüssel und Elefantenohren. Denn zwischen solchen Teilchen wird dein Kind viel schneller eine logische Verbindung sehen und wird sie schneller zusammenbringen können.
  • Bevor du und dein Kind fröhlich lospuzzelt schaut euch das zusammengesetzte Puzzle genau an. Erzähl deinem Kind eine Geschichte zum Bild und gehe auf jedes Detail des Bildes ein. So wird sich dein Kind später viel besser an das Bild erinnern können und du wirst mega überrascht sein, wie gut dein Kind dank diesem kleinen Tipp die Puzzleteile zuordnen kann.
  • Schütte niemals gleich zu Beginn alle Teile eines neuen Puzzles vor deinem Kind aus. Nimm erstmal nur ein Teilchen weg und lass es dein Kind einbauen. Später kannst du dann noch eins rausnehmen und noch eins, bist du merkst, dass dein Kind schon so weit ist, kleine Bildgruppen zusammenzubauen.
  • Rand oder Mitte? Ich habe festgestellt, dass wir Erwachsene oft erstmal den Rahmen bauen wollen, dass aber die Kinder lieber Bildgruppen bauen. Meine Kinder sind mittlerweile Puzzleprofis, reagieren aber immer noch total unbeeindruckt, wenn ich „Schau, ich hab eine Ecke gefunden!“ ausrufe. Sie lege das Eckstück schön zur Seite und bauen viel lieber das Prinzessinnenschloss aus, statt sich mit irgendwelchen Rändern und Ecken zu beschäftigen.

Ab 3 Jahren  – Bis zu 50 Teilen und ohne Rahmen

Es gibt super viele Spielsachen, bei denen die Altersangaben auf der Verpackung Sinn macht – beim Puzzle glaube ich aber, dass es einfach darauf ankommt, wie oft dein Kind schon gepuzzelt hat. Wenn dein Dreijähriger also schon die oberen Stationen durchlaufen ist und ihm Puzzle Spaß machen, wird er locker mit Puzzlespielen von 30 bis 40 Teilen zurechtkommen, wie dieses von Ravensburger. Wichtig ist es immer erstmal das Bild genau zu betrachten und durchzusprechen. Und erstmal einzelne Teile zu entfernen (z.B. aus der Mitte), bevor dein Kind alle Teile vor sich auskippt und ganz neu beginnt.

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Tipp:

Puzzeln ist ein super Gemeinschaftspiel für abends. So könnt ihr als Familie auch noch kurz vor dem eigentlichen Abendritual zusammen spielen ohne dass die Kinder aufgewühlt werden. Und sogar mich als Erwachsenen bringt eine Runde Puzzeln mit meinen Kleinen abends etwas runter.

Noch ein Tipp:

Puzzle sind auch unterwegs eine super Beschäftigung für deine Kleinen – zum Beispiel im Café oder Restaurant! So kannst du deine Kinder gut beschäftigen bis ihre Pizza Margarita kommt, ohne dass du alle zwei Sekunden die Frage beantworten musst, wieso „die Frau“ die Pizza denn immer noch nicht gebracht hat.

Die Ravensburger Puzzle mit ihrer Unterlage sind aber etwas blöd zu transportieren, weil die Teilchen auch mal rausfallen und du sie dann eine halbe Stunde in deiner Tasche suchen musst – natürlich begleite von nörgelnden Kommentaren deines Lieblingskindes. Wenn du also eine guten Mom-Hack für den Transport eines solchen Puzzle hast – immer her damit! Schreib einfach einen Kommentar unter diesen Beitrag und erzähl uns und den anderen KiddyRock-Moms wie ihr zu Puzzle steht!

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