Benimm Manieren Kind

So wird dein Kind ein Superhero in Sachen Manieren

Willst du ein absolut braves Kind? Eines, das nie kleckert, immer freundlich Hallo sagt und am Besten noch einen Knicks macht? Willst du nicht? Super! Wir auch nicht! Kinder sollen wild und wunderbar sein und keine braven Aufziehpuppen mit Stock im Arsch und Benimmregelwerk unter den Ärmchen.

Aber falls du jetzt entsetzt einatmen und loslegen willst, dass Regeln und Benimm total wichtig sind, kannst du gleich wieder tief ausatmen – das sehen wir genauso wie du. Kinder sollten natürlich auch wissen, wie man sich richtig benimmt. Benimm hat aber nicht nur etwas mit Erziehung, Regelwerk und Stock im Arsch zu tun, sondern ganz viel mit Achtsamkeit, Freundlichkeit und einem guten Bewusstsein dafür, dass es auch andere Menschen auf der Welt gibt. 

Kurz gesagt: Weder wollen wir eine „Pippi Langstrumpf“ zuhause haben noch einen kleinen „Lord Fauntleroy“.

Benimm Manieren Kind

Benimm ist wichtig, aber ein kleines bisschen „Anarchie“ und Spaß gehören auch zu einer Kindheit dazu. Im Artikel erklären wir dir, wie du ein gutes Mittelmaß aus Benimm und Spaßfaktor finden kannst, ab wann Kinder überhaupt Benimm lernen können und wie du ihnen die vielen Regeln spielerisch vermitteln kannst. Im Artikel schreibe ich dir außerdem, warum ich Manieren und gutes Benehmen absolut wichtig finde, wie du deinem Kind Manieren beibringen kannst ohne einen strenge Mutter von annodazumal zu werden, ab wann du darauf achten kannst , was zuviel ist, was zu wenig und wir nennen dir viele praktische Beispiele und Ideen.

Kinder und Manieren

Wenn wir einem Kind beibringen „Bitte“ und „Danke“ zu sagen, an der Rutsche nicht zu schubsen, sich umzublicken bevor es eine Türe hinter sich schließt oder beim Esstisch nicht ständig dazwischenzubabbeln, dann sorgt das nicht nur dafür, dass das Kind „Manieren besitzt“ und „weiß was sich gehört“ – vor allem sorgt es dafür, dass das Kind nach und nach auch ein Bewusstsein dafür entwickelt, dass man wertschätzen kann, wenn andere etwas für einen tun und dass auch andere Menschen Rechte haben. Dass es gut ist auch mal geduldig zu sein und dass das Zusammenleben aus Regeln besteht. Das alles wird es deinem Kind später mal leichter machen, egal ob in der Schule, im Kindergarten, im Zusammensein mit anderen und mit sich selbst. 

Selbstbewusst und Hilfsbereit

Ein achtsamer und bewusster Mensch, der andere Menschen wirklich SIEHT, der auch mal warten kann, der sich bedanken kann und schätzen kann, was andere für ihn tun, wird zufriedener und gelassener durchs Leben gehen. Ich glaube fest, dass wir unsere Kinder irgendwann loslassen und ihren eigenen Weg finden lassen müssen – wenn sie größer werden, müssen sie auch selbstständiger werden dürfen.

Das wird aber besonders gut funktionieren, wenn sie Manieren, Achtsamkeit und das richtige moralische Gerüst in sich haben, um standhaft und selbstbewusst durchs Leben zu gehen ohne kleine Egoisten zu werden. Wenn sie später im Zusammensein mit anderen oder in der Schule an Regeln und Grenzen stoßen, die schlicht und einfach in Systemen und in der Gesellschaft bestehen, werden sie besser damit umgehen können, wenn sie von Anfang an gelernt haben, dass es auch Benehmen, Höflichkeit, Empathie und Regeln gibt. 

Deswegen finde ich Manieren essentiell.

Benimm Manieren Kind

Manieren und gutes Benehmen: Was ist zuviel und was ist zuwenig?

Das klingt jetzt alles erst einmal sehr streng. Natürlich sollte nicht die ganze Kindheit aus Benimm und Manieren bestehen. Kinder müssen wild und wunderbar sein dürfen: Kinder sollen auch mal kreischen, schreien, raufen und in Mützen patschen oder Soßenseen am Teller bauen dürfen.

Eine Kindheit muss voller Abenteuer, Lachen, Freude und Spaß sein. Auch das macht selbstbewusst und zufrieden. Du kannst beides genialst miteinander verbinden und deinem Kind Höflichkeitsregeln mit Spaß und Freude beibringen – außerdem darfst du natürlich zwischendurch auch Lockerlassen und deinem Kind seinen Freiraum geben. 

Aber wie soll dein Kind lernen ein in sich gefestigter und emotional ausgeglichener Menschen zu werden, der zwar Selbstwert hat, aber auch weiß dass andere Menschen Bedürfnisse haben und man sich nicht auf Kosten anderer ausbreiten sollte, wenn du deinem Kind nie vermittelst, dass auch andere Menschen Bedürfnisse haben? 

Ganz ehrlich? 

Ich könnte mich regelmäßig aufregen: 

  • Wenn ich eine S-Bahn oder einen Bus verlassen will und die Hälfte der Menschen an der Wartestelle schon reindrängelt, bevor alle ausgestiegen sind
  • Wenn ich eine Ladentüre passieren will, vor mir jemand läuft und die Türe einfach hinter sich zuknallen lässt
  • Wenn ich einen Gehweg entlanglaufe und die zwei Mütter mit dicken Kinderwägen keinen Millimeter beiseiterücken und Platz machen damit rechts und links jemand vorbeikommt (Offtopic – ich bin selbst eine Mom und achte auf andere, das geht)
  • Wenn ich an die Kasse trete und die Kassiererin schafft es noch nicht mal aufzublicken und Hallo zu sagen 
  • Wenn ich auf dem Spielplatz bin und minimum drei andere Kinder meins beiseiteschubsen, weil sie unbedingt zuerst rutschen wollen und die Eltern nichts dazu sagen

Leider ist das auch nicht mit einmal oder zweimal Sagen erledigt: Erziehung ist eine Daueraufgabe und du musst über Jahre gefühlt 1000 Mal an das „bitte“ und „danke“ oder an Pünktlichkeit oder an Hilfsbereitschaft erinnern. Aber das muss ja nicht als strenges nerviges Erziehungsausrufezeichen daherkommen, sondern kann konsequent, freundlich und dauerhaft sein.

Gleichzeitig willst du aber nicht 24 Stunden an deinem Kind herumerziehen, den Spaßfaktor der Kindheit mit einem Manierenregelwerk dauerstören und nur noch eine strenge Manierenmom sein, die jeden Spaß unter einem dicken Benimmmberg vergräbt. 

Erziehung ist Balance und das gilt auch für die Benimmregeln und Manieren. Du musst im Grunde eine Mischung finden aus Abenteuerland, Benimmregeln und Spaßfaktor. 

Benimm Manieren Kind

Erziehung ist ein Balanceakt

Die Erziehung zur Höflichkeit ist ein Balanceakt. Denn einerseits willst du, dass dein Kind Manieren hat und weiß, wie gutes Benehmen aussieht. Andererseits willst du dein Kind ja nicht durchregulieren und ihm das Gefühl vermitteln, dass es aus lauter Höflichkeit immer zurückstecken soll. 

Du musst dir das vorstellen wie eine Waage, die immer im Gleichgewicht sein sollte. Je nachdem wie dein Kind ist oder in was für einer Phase es gerade ist, musst du auf die eine Seite der Waage mehr Gewicht legen oder auf die andere. 

Ich nenne dir mal ein Beispiel: 

  • Hast du ein selbstbewussten Rabauken, dann muss ein bisschen mehr Gewicht auf die Benimmseite
  • Hast du ein zurückhaltendes fürsorgliches schüchternes Ding, muss mehr Gewicht auf die Lass-krachen-Seite

Deswegen ist die Antwort auf die Frage: Was ist zuviel und was ist zu wenig? Relativ simpel: Das hängt von deinem Kind ab. Je nachdem wie dein Kind ist, musst du mehr am Benimm arbeiten oder weniger.

Natürlich hängt es auch vom Alter deines Kindes ab. Das bringt mich gleich zum nächsten Punkt: Ab wann solltest du darauf achten? 

Was gehört zur Kiddy-Etikette dazu? 

Kinder soll man sehen, nicht hören…??!? NOT! Das war annodazumal und gilt heute Gott sei Dank nicht mehr. Kinder müssen auch nicht knicksen, Knickerbockerhosen tragen und immer brav sein. Das ist auch gut so! Eine Kindheit sollte wild und wunderbar sein. 

Aber Kinder sollten trotzdem Grundwerte beherrschen wie: 

  • Respekt
  • Hilfsbereitschaft
  • Höflichkeit
  • Tischmanieren
  • Zwischenmenschlicher Umgang
  • Kein Fluchen und Schubsen oder Hauen
  • Kein Popeln
  • Kein Rülpsen und kein Pubsen (<— letzteres hängt vom Alter ab, das können Kids rein körperlich erst später) 
Benimm Manieren Kind

Ab wann solltest du auf das Thema Benimm achten

Ein Baby kann noch keinen Benimm lernen und ist ziemlich weit von Manieren entfernt. In den ersten Lebensmonaten spielt das Thema für euch also üüüüberhaupt keine Rolle. Zumindest nicht wirklich. Wenn es dann 6 oder 7 Monate alt ist und langsam immer mehr Bewusstsein für seine Umgebung entwickelt, anfängt mit Gestik und Mimik zu kommunizieren, kannst du ganz klein anfangen. 

Die ersten Monate: Du kannst chillen in Sachen Benimm – noch macht es keinen Sinn!

Ab dem 6. oder 7. Monat: Du kannst deinem Kind minimal beibringen, dass es ein bisschen mehr Geduld lernen kann, indem du nicht immer in der ersten Viertelsekunde springst, wenn es etwas möchte. Damit meine ich nicht, dass du dein Kind schreien lassen sollst. Aber wenn es quäkt, weil es ein Spielzeug JETZT haben will oder KEINE SEKUNDE mehr in seinem Babystuhl sitzen bleiben möchte, kannst du zumindest mal deinen letzten Schluck Kaffee fertig trinken, bevor du entspannt aufstehst und dein Kind aus dem Stuhl holst oder sein Spielzeug aufhebst. 

Ab dem 9. oder 10. Monat: Wenn dein Kind noch ein paar Monate älter ist, kannst du „Bitte“ und „Danke“ üben, indem du immer „Bitte“ und „Danke“ sagst, wenn ihr Sachen austauscht. Kinder LIEBEN es ab einem gewissen Alter Spielzeug hin- und herzutauschen. Auch wenn dein Kind noch nicht sprechen kann, lernt es zumindest diese Höflichkeitsworte vom Laut her schon einmal kennen. 

Sobald es immer mehr versteht und auch auf dem Spielplatz mit anderen interagieren kann, kannst du ihm erste Höflichkeitsregeln immer wieder zeigen und vorleben. 

Irgendwann zwischen dem 1. und 2. Lebensjahr: Je nachdem, wie verständig dein Kind ist und wann es sich wie entwickelt, kannst du langsam mit dem Thema Regeln starten. Kinder entwickeln sich so unglaublich krass zwischen dem 1. Und 2. Lebensjahr und jedes ein bisschen anders, deswegen lässt sich da nicht pauschal ein genauer Lebensmonat festlegen. Aber du wirst das nach und nach merken, je nachdem wie dein Kind sich entwickelt, wann es losgehen kann mit den Benimm-Regeln. 

  • Beispielsweise kann dein Kind lernen, dass es sitzen bleiben soll, bis alle am Tisch fertig sind mit Essen. 
  • Bitte und Danke können fest im Alltag eingebaut werden
  • Hallo und Tschüss können fest im Alltag eingebaut werden
  • Guten Morgen und Gute Nacht können fest eingebaut werden
  • Mit Besteck essen und nicht mit Essen Matschen können fest eingebaut werden

Wie kannst du deinem Kind Manieren beibringen

Manieren sind ein Ding des Lebens. Sie sind der ganze große Alltag und sie regeln das liebevolle miteinander. Manieren sind mehr als „Bitte“ und „Danke“ – sie sind der Kitt der unsere Gesellschaft und das Miteinander freundlicher gestalten. Deswegen fliegen sie wie hübsche kleine Schmetterlinge um uns herum. Genau das können wir unseren Kindern mit Spiel und Spaß vermitteln. 

Manieren sind nämlich nicht nur ein nerviges strenges Erziehungsding! Manieren können ein Spiel und Spaß sein. 

Praktisches Beispiel: Tischmanieren beim Kind

Kinder matschen im Essen, hibbeln auf dem Stuhl und  kleckern alles voll, bevor du aber beschließt aufzustehen und für immer alleine zu Essen, kannst du auch einfach ein bisschen am Benimm deines Kindes am Tisch arbeiten – ohne zum dauermahnenden Supermuffel zu werden. 

Du kannst zum Beispiel ein Spiel daraus machen – einen Artikel zum Thema „Gamification“ findest du übrigens HIER – wie: Wer am wenigsten Flecken und Kleckse auf den Tisch macht, darf den Nachtisch vom nächsten Tag bestimmen. 

Oder du zeigst deinem Kind mit seinem Lieblingskuscheltier, wie man richtig am Tisch sitzt und isst. 

Natürlich gibt es ein paar Basis-Regeln, die du immer mal wieder wiederholen musst, du darfst dabei aber nicht vergessen zu loben, wenn dein Kind etwas gut macht beim Essen. Außerdem solltest du die Regeln selbst einhalten. Wie kannst du erwarten, dass dein Kind beim Essen sitzen bleibt, wenn du selbst ständig aufstehst, bevor alle fertig sind mit dem Essen?

Grundregeln beim Thema Tischmanieren sind zum Beispiel: 

  • Vor dem Essen Händewaschen
  • Mit Essen wird nicht gespielt – deswegen heißt es ja Essen und nicht Spielen
  • Nicht hibbeln, sondern ruhig sitzen – weil der Magen das viel lieber mag
  • Warten bis alle am Tisch sind und erst aufstehen, wenn alle fertig sind – weil Mama und Papa und alle Geschwister auch nicht alleine essen wollen
  • Nicht das Messer ablecken, weil das scharf ist und das dann natürlich „Aua“ machen kann an der Zunge

Ganz wichtige Grundregel: Es muss nicht aufgegessen werden. Egal, was selbsternannte Kniggeexperten vielleicht sagen: Kinder haben ein ziemlich gutes Gefühl für ihre Sättigung und das willst du ja nicht zerstören, indem du dein Kind immer alles auffuttere lässt, egal ob es das will oder nicht. 

5 Grundregeln für gutes Benehmen und Manieren – so gehts easy

1.Kinder können gutes Benehmen spielerisch lernen

Du kannst Achtsamkeit üben, indem du dein Kind einbindest, wenn du Hilfe brauchst. Zum Beispiel in dem du dein Kind bittest dir zu helfen und etwas aufzuheben, wenn dir etwas heruntergefallen ist. Wenn es dir dann die Sachen gibt, kannst du dich freundlich bedanken. Dein Kind wird es LIEBEN, weil Kinder es lieben zu helfen und eingebunden zu werden – gleichzeitig lernt es, dass schön ist anderen auch mal zu helfen und achtsamer durch die Welt zu gehen. 

Oder wenn du in der Straßenbahn, im Restaurant oder im Bus bist, kannst du deinem Kind nach und nach beibringen, dass man nicht so laut schreit, wenn man mit anderen Menschen einen Raum teilt. Sondern normal und leise sprechen kann. Das kann sogar ein Spiel werden: Wie leise kannst du reden? 

Ein Beispiel: Das „Guten Tag“ kannst du super mit deinem Kind als Spiel spielen und so üben. Zum Beispiel in dem du dein Kind in seine Kinderbett oder Spielzelt oder auf dem Spielplatz im Spielhäuschen oder in seinem Kinderzimmer „besuchst“:

  1. Du kommst und tust so als ob du klingeln würdest – sagst dabei „Ding Dong“
  2. Du fragst: Ist jemand zu Hause?
  3. Wenn dein Kind sagt: Jaaa!
  4. Sagst du „Guten Tag“ – darf ich hereinkommen?
  5. Wenn du wieder gehst, sagst du „auf Wiedersehen“

So übst du „Hallo“ und „Tschüss“ auf ganz simpel Weise und spielst auch noch nebenbei. Du kannst auch Höflichkeit am Telefon so üben und mit einem Spieltelefon mit deinem Kind telefonieren und dabei „Hallo“ „Wie gehts“ und „Tschüss“ spielerisch in einem „Telefonat“ zwischen dir und deinem Kind üben. 

Benimm Manieren Kind

2.Vorleben! Du LEBST Benimm im Alltag

VORLEBEN ist da ein Megagutes Stichwort bei Kids: Wenn du nicht gerne „bitte“ und „danke“ sagst, wenn du etwas von anderen möchtest und wenn du andere wegdrängelst oder wenn du anderen nicht die Tür aufhältst, wird dein Kind das auch nicht wirklich lernen. Kinder lernen von uns – denn wir sind ihre Vorbilder. Wenn wir im Alltag Benimm zeigen, beim Tisch nicht aufspringen während andere noch essen oder „Hallo“ und „Tschüss“ sagen, wenn wir anderen begegnen, dann wird es das Kind auch nicht tun. 

3.Mehr Lob und Liebe, weniger NOOOT

Wir neigen ja gerne mal dazu das Kind darauf aufmerksam zu machen, wenn es etwas blödes gemacht hat und vergessen dabei zu loben, wenn es etwas für uns alltägliches gut gemacht hat. Also: die guten Momente eher als Selbstverständlichkeit mitzunehmen. 

Wenn du immer erwähnst und lobst, wenn dein Kind höflich war, wird es immer höflicher und höflicher werden. Das ist das Prinzip der positiven Verstärkung: Gutes Loben und dadurch Anreize geben immer wieder Gutes zu tun. 

Wenn dein Kind also etwas Tolles macht, dann kannst du ihm danach sagen, wie wunderbar es das gemacht hat und genau diese Situation beschreiben, statt vorher immer wieder zu sagen „das macht man nicht“. 

4.Grundregeln und Gründe

Es gibt Regeln! Punkt. Diese Aussage hilft Kindern wenig. Oder Sätze wie: Das macht man eben so! 

Wenn du aber sagst: Es gibt Regeln und das ist der Grund dafür – hilft das weiter. Denn wenn die Kids verstehen, warum sie etwas machen sollen oder eben nicht machen sollen, lernt sich das viel leichter und schneller. 

Zwei Beispiele: 

* Sag nicht einfach nur: Schnell schnell, wir müssen Pünktlich sein! 

Sag lieber: Schnell, schnell, wir müssen Pünktlich sein, weil Frau Doktor sonst auf uns warten muss und ihre Arbeit nicht machen kann. 

 Oder

* Sag nicht einfach nur: Räume deine Schuhe weg! 

Sag lieber: Räumst du bitte deine Schuhe weg, weil sonst andere darüber stolpern können, wenn sie herumliegen.

Du ahnst, was ich meine? Es macht viel mehr Sinn eine Regel zu befolgen, wenn man den Grund für diese Regel kennt. 

5.Gleiches mit Gleichem

Entschuldigst du dich bei deinem Kind, wenn du einen Fehler gemacht hast? Oder wenn du aus Versehen auf seinen Spielzeugturm getreten bist? Nein? Also ehrlich: Wie kannst du denn dann erwarten, dass dein Kind sich entschuldigt, wenn es einen Fehler macht? 

Manieren sind im Grunde 24 Stunden um uns herum greifbar: 

  • Du kannst das Thema einfach immer wieder spielerisch einbauen
  • Du kannst deinem Kind kleine und größere Aufgaben geben, die achtsamer machen
  • Du musst natürlich immer wieder vorleben, wie gute Manieren aussehen und sie mit deinem Kind im Alltag als Normales Ding des Lebens einbauen

Das waren 5 simple Grundregeln, wie du deinem Kind Manieren und Benimm beibringen kannst, ohne dass es in den allergrößten Stress ausartet. Im Artikel waren das natürlich nur ein paar Beispiele von vielen – aber du kannst da ja kreativ werden und vermutlich hast du auch dein ganz eigenes Regelwerk. Was wir dir mitgeben wollten, ist ein bisschen Inspiration für einen lässigen Erziehungsweg mit freundlicher Konsequenz und ein bisschen Ommmmmh für dich.

Aber ganz wichtig: Sieh es nicht zu verbissen, vergiss nicht den Funfaktor dabei und vergiss nie, wie alt dein Kind gerade ist und ob es deine Benimmwünsche so überhaupt schon richtig leisten kann.

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