Kindergartenstart: 10 geniale Hacks für einen Anfang ohne Tränen

Stell dir den Kindergartenstart aus der Sicht deines Kindes vor: Das sind wildfremde Erwachsene, ein Haufen unbekannter Kinder und völlig neue Räume…und dann will deine Mama auch noch gehen und dich dort alleine zurücklassen. Du ahnst es schon: Der Kindergartenstart kann für dein Kind ein emotionaler Supergau werden und für dich eine echte Zerreißprobe. Deswegen haben wir 10 geniale Tipps, mit denen die Eingewöhnung für dein Kind und dich babyleicht wird.

Der Kindergartenstart ist wie ein kleiner Schulanfang. Das ist ein großer Einschnitt für dich und dein Kind. Auf den Schulanfang werden die Kleinen meinst monatelang vorbereitet – der Kindergarten kommt für unsere Kleinen aber meist völlig unerwartet. Weil wir ihn irgendwie oft lässiger nehmen als den Start in die Schule und weil das Kind aus unserer Sicht ja sowieso nur von der spaßigen Kita in den spaßigen Kindergarten wechselt. Aber für dein Mini ist das etwas ganz Großes!

Im Artikel zeigen wir dir mit 10 einfachen und genialen Tipps, wie du dein Kind auf den neuen Lebensabschnitt vorbereiten kannst. Dein Kind wird den Kindergarten lieben und du kannst dich freuen, weil dein Mini happy ist.

Drei wichtige Facts zum Thema Eingewöhnung

  1. Jeder auch noch so kleine Wechsel ist für dein Kind eine Herausforderung und eine Situation, die Kind erstmal verarbeiten muss. Aber im Fall vom Kindergartenstart bedeutet das auch noch: neue Bezugspersonen, neue Abläufe und neue Rituale!
  2. Eine gute und für dein Kind ausreichend lange Eingewöhnungsphase ist durch nichts zu ersetzen.
  3. Ziel der Eingewöhnung ist es nicht, dein Kind an einen Erzieher oder die Einrichtung zu GEWÖHNEN, sondern dass dein Mini eine BINDUNG zu einem der Erzieher aufbaut. Und wie du weisst: Bindung braucht Zeit!

Deswegen ganz ganz wichtig: Die meisten Kindergärten nutzen das Berliner Eingewöhnungsmodell und planen damit etwa 3 Wochen für die Eingewöhnung ein. Nutze diese Zeit aus und gib deinem Kind mehr Zeit, falls er oder sie auch nach drei Wochen noch nicht bereit ist, dich gehen zu lassen.

Du kannst die super wichtige Phase der Eingewöhnung zusätzlich richtig gut vorbereiten und wenn sie läuft auch noch parallel unterstützen, so dass Minis Eingewöhnung ein Klacks wird! Dabei helfen dir unsere 10 super einfachen, aber genialen Vorbereitungs-Hacks.

10 geniale Tipps für den entspannten Start in den Kindergarten

Wir haben das alles selbst durch und uns haben sie richtig gut in der Eingewöhnung geholfen: Keine Tränen, keine Panik, kein Stress! Sondern entspannte Kinder, die happy im Kindergarten sind.

1. Schau rein, mach mit!

Am besten, du stalkst den zukünftigen KiGa deines Kindes nach allen Regeln der Kunst: Tag der offenen Tür, Kinderfeste, Flohmärkte, Trommelkurse für Minis, Turnen – nimm alles mit, was es an Möglichkeiten gibt, die Erzieher und die Räumlichkeiten kennen zu lernen! Meist zeigt sich der Kindergarten bei solchen Veranstaltung von seiner Schokoladenseite: die Erzieher sind entspannt, die Kinder glücklich und die Räume geschmückt. Dein Kind bekommt so den bestmöglichen ersten Eindruck von seinem Kindergarten und das Gefühl: Da will ich unbedingt hin! Und wenn dann der Ernst des Kindergartenlebens beginnt, kennt dein Kind schon mal ein paar Gesichter, Spielsachen und Räume.

Mein T ipp:

Wir haben zum Beispiel ein Sommer-Grill-Fest unserer zukünftigen Kita für ein erstes Beschnuppern genutzt und mein Minime hat bei der Gelegenheit auch gleich selbst ausgewählt, wer ihr Betreuer sein soll. Sie hat mich freundlicherweise in den darauf folgenden Wochen immer wieder darüber informiert. Und ich musste ihr immer wieder vorzählen, in wie vielen Tagen sie endlich in den Kindergarten darf.

2. Hände waschen!

Bring deinem Kind unbedingt bei, vor dem Essen und nach der Toilette selbständig die Hände zu waschen. Das überrascht dich? Ist aber mega wichtig! Magen-Darm, Hand-Mund-Fuß und andere Seuchen sind der Supergau jeder Eingewöhnungsphase. Kaum hat das Kind angefangen eine Beziehung zum Erzieher aufzubauen, wird es krank und fällt für eine Woche aus. Das bedeutet häufig: Alles wieder auf Anfang!  Außerdem verbinden manche Kinder das Gefühl des Krankseins mit dem Ort „Kindergarten“ und wollen nicht mehr hin.

Mein Tipp

Bring Mini am besten auch gleich die anderen Grundregeln der täglichen Hygiene bei: Jeder trinkt aus seinem Glas, nutzt seine eigene Zahnbürste und Bonbons werden nicht getauscht.

3. Der Rhythmus macht die Musik!

Frag in deiner KiGa nach, wann die Kleinen essen und wann der Mittagsschlaf ansteht und pass euren Familienrhythmus langsam an den KiGa Ablauf an. So wird dein Kind nicht vor lauter Hunger oder Müdigkeit in der Eingewöhnungsphase den Kindergarten auseinandernehmen, sondern sich wohlfühlen, weil das Essen genau dann serviert wird, wenn sein Magen knurrt und das Kissen im Bettchen schon aufgeschüttelt ist, wenn Kind schlafen möchte.

4. Puste mal!

Ich will dir keine Panik machen – aber der Kindergartenstart ist für dein Kind purer Stress! Natürlich ist dieser Stress häufig positiv und mit viel Freude verbunden aber eben trotzdem Stress. Und den muss dein Mini nach dem Abholen abbauen.

Mein Tipp: Seifenblasen und Knete!

Die Seifenblasen hatte ich in der Eingewöhnungsphase immer in der Handtasche und hab den Verschluss gleich abgeschraubt, sobald wir die KiGa-Tür hinter uns geschlossen haben. Wichtig dabei ist: nicht du solltest die Seifenblasen pusten, sondern dein Kind!

Und was bringt es? Es entspannt und entschleunigt – wie eine Atemübung. Damit schöne Seifenblasen durch die Luft schweben können, muss dein Kind  erstmal gaaaaaanz tief einatmen und dann wieder gaaaaaaanz tief und langsam ausatmen. Und spätestens seit dem Geburtsvorbereitungskurs weisst du, wie gut das den Körper entspannt.

Und wozu die Knete? Weil sie von vielen Therapeuten bei Kindern und Erwachsenen eingesetzt wird, um mit ängstlichen und stressigen Gedanken und Emotionen umzugehen. Falls ich jemals Kinderpsychologie studieren sollte, werde ich dir wahrscheinlich sagen können, wieso Knete Körper und Seele entspannt – aber bis dahin, kannst du es deinem Kind einfach mal in die Hand drücken und zuschauen, wie dein Kiddy relaxet. 

Noch mehr zu Seifenblasen und Knete findest du in diesem Artikel .

5. Nur die Ruhe!

Überlaste dein Kind in den ersten drei Monaten nach dem Kindergartenstart nicht mit anderen Aktivitäten. Damit meine ich nicht nur Astrophysik und Chinesisch für Minis, sondern alle Frühförder-Kurse und Förder-Spiele! Die Eingewöhnung in den Kindergarten ist für dein Kind ja echter Stress und den baut dein Mini am besten durch Ruhe und Sport wieder ab. Deshalb sind Sport-Kurse auch die einzige Aktivität, die du beibehalten solltest. Lass dein Kind außerdem viel frei spielen, malen, basteln und geht oft im Grünen spazieren.

6. Warte mit dem Mittagsschlaf!

Mittagsschlaf im Kindergarten ist die Königsdisziplin und definitiv nichts für Anfänger. Dein Kind sollte erst in der KiTa schlafen, wenn er oder sie sich schon richtig wohl fühlt mit seinem Betreuer und seiner Umgebung. Im Berliner Eingewöhnungsmodell ist der Mittagsschlaf sogar erst eingeplant, wenn die Eingewöhnungsphase offiziell vorbei ist! Viele Kitas ignorieren diesen Punkt aber. Überstürz da also nichts – sonst kann der Schuss nach hinten losgehen und ihr startet wieder bei „Los“.

7. Angeben erlaubt!

Ja, ja – ich weiss: Angeben und protzen ist keine schöne Eigenschaft! Aber in diesem Fall dient es einen guten Zweck! Es hilft nämlich deinem Mini in Kontakt mit anderen Kindern zu kommen und sich auf den Kindergarten zu freuen.

Du kannst gemeinsam mit deinem Kind schon Monate vor dem Kita-Start den schönsten Rucksack der Welt aussuchen. Pack am besten auch noch eine wunderschöne Brotdose und Wasserflasche dazu und Kind wird es kaum noch abwarten können, in den Kindergarten zu dürfen. Wenn es in eurem Kindergarten erlaubt ist, dann biete deinem Kind an, täglich ein kleines Spielzeug oder eines seiner Lieblingsbücher mit zu nehmen. Das ist häufig ein super Türöffner für andere Kinder! „ Was hast du denn da für ein Buch? Darf ich mal durchblättern?“ und schon gibt es ein Kind mehr, dass Mini zu seinem nächsten Geburtstag einladen möchte.

8. Playdates

Hilf deinem Kind Freunde zu finden! Wie gerne dein Kind in den Kindergarten geht, hängt nämlich entscheidend davon ab, ob er oder sie dort Freunde gefunden hat. Und dass es für Erwachsene schon nicht immer leicht ist, Freunde zu finden, kannst du an der Anzahl der Ratgeber zu diesem Thema erkennen. Wie schwer muss es dann für unsere Kleinen sein?!

Mein Tipp:

Beobachte dein Kind bei der Eingewöhnung und frag, mit wem es gerne gespielt hat oder hätte und lade diese Kinder zu euch nach Hause ein.

Was bringt es? Dein Kind fühlt sich bei euch zu Hause natürlich viel wohler und sicherer als im Kindergarten. Zeigt Mini seinem neuen Freund seine Spielsachen und verbringen die beiden eine schöne Zeit bei euch, dann werden die beiden auch wieder Anknüpfungspunkte im Kindergarten haben.

Wichtig:

Lade nicht nur ein Kind zu euch ein, sondern 2 bis 3.  So zeigst du deinem Kiddy, dass man mehrere gute Freunde haben kann und bewahrst dein Mini vor dem „Heute bist du nicht mehr meine Freundin“-Drama. Und wenn es deinem Mini schwer fällt, Kontakt zu neuen Kindern aufzubauen, dann lade die Kinder am besten EINZELN ein, damit dein Kind immer genug Zeit und Ruhe hat, sich mit jedem der Kinder so richtig anzufreunden.

9. Frag nach!

Die ersten Monate in der Kita meiner Minime, habe ich die Erzieher beim Abholen immer wieder mit Fragen genervt. Was hat ihr heute am meisten Gefallen? Mit wem hat sie gespielt? Welche positive wie negative Situationen gab es und wie hat meine Kleine darauf reagiert?

Mein Kleine konnte zu dieser Zeit selbst noch nicht so gut reden und die Antworten der Erzieher gaben mir die Möglichkeit, mit ihr bestimmte Situationen zu besprechen, die sie mir zu dieser Zeit alleine nicht hätte schildern können. Außerdem haben die Erzieher nach einer Weile stärker auf meine Kleine geachtet, weil sie mir auf meine Fragen, nicht gerne mit einem: „Keine Ahnung was sie heute gemacht hat!“ geantwortet haben.

10. Plane ein Date mit dir!

Manchen Mamis fällt es schwer zu sehen, dass ihr Kind super gut ohne sie im Kindergarten zurechtkommt und nun auch eine Bindung zu Menschen aufbaut, die nicht zur Familie gehören. Es fällt ihnen schwer loszulassen und unbewusst übertragen sie dieses Gefühl auf ihr Kind, der Mama gerne spiegelt und deshalb den Kindergarten auch nicht mehr mag. Damit du dich auch unterbewusst darüber freuen kannst, dass dein Mini jetzt in den Kindergarten geht, plane für die zweite und dritte Eingewöhnungswoche etwas Verwöhnzeit für dich selbst ein. Für die ersten Trennungsversuche eignet sich gut ein entspannter Latte Macchiato und ein Buch im Café um die Ecke vom Kindergarten und wenn dein Mini schon etwas länger im Kindergarten bleiben kann, darf es auch eine Maniküre, eine Einheit Sport oder eine Shoppingtour sein – was auch immer dich entspannt und glücklich macht. So wird dir das Loslassen leichter fallen und dein Mini wird beim Abholen mit einer mega entspannten Mama belohnt.

Das waren unsere 10 super einfachen Hacks zum Kindergartenstart!

Ist dein Mini schon gut in den Kindergarten gestartet? Dann teile mit uns deine Tipps!

3 Kommentare zu „Kindergartenstart: 10 geniale Hacks für einen Anfang ohne Tränen“

  1. Wir stehen aktuell noch vor der Frage, ob wir für unsere Tochter einen Privatkindergarten wollen oder einen öffentlichen. Ich glaube es ist eine wirklich gute Idee, wenn man den Kindergarten beim Tag der offenen Tür, einem Flohmarkt oder dem Sommerfest schon mal kennenlernt und sich einen Eindruck machen kann. Schön finde ich auch, dass man dabei sowohl die Erzieher und Erzieherinnen als auch die Räumlichkeiten entdecken kann.

  2. Vielen Dank für die Tipps zum Kindergartenstart! Meine Nichte kommt nächstes Jahr in den Privatkindergarten und freut sich schon sehr darauf! Gut zu wissen, dass man damit rechnen muss, dass sich das Kind erstmal auf die neue Situation einstellen muss und die Eingewöhnungsphase sehr wichtig ist.

    1. Suuuper gerne 🙂 wenn du dann auch noch coole Ideen und Tipps beim Machen entwickelst, komm unbedingt und gerne wieder hier bei uns vorbei und schreib sie in einen Kommentar – wir Moms müssen unbedingt zusammenhalten 🙂

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