Corona-Krise oder Chance? 7 Moms berichten von ihren Erkenntnissen

Wer hätte vor einigen Wochen schon gedacht, dass unser ganzes Leben plötzlich auf Pausetaste steht? Dass wir uns zu Hause einquartieren und die Haustüre nur im äußersten Notfall verlassen? Dass die ganz Familie in den eigenen vier Wänden aufeinanderhocken wird und die ganze Arbeit plötzlich im Home-Office stattfinden wird? Verrückte Zeiten! Aber, ihr Moms und Dads da draussen, es gibt gute Nachrichten! Zwei Wochen Corona-Quarantäne sind schon durch. Das ist fast die Hälfte der angekündigten 5 Wochen. YEAHHH!!

Zwei Wochen Quarantäne bedeutet auch 2 Wochen Homeoffice mit Home-Schooling, Home-Kita, Home-Cozyness und natürlich auch ein bisschen Home-Wahnsinn.

Mindestens…

  • 365 kleine und große Sorgen
  • 70 kleine und große Mahlzeiten
  • 25 oder mehr Puzzle
  • 84 Bücher – jedes mehrfach gelesen
  • unzählige selbstgemalte Bilder
  • locker 14 Bastelaktionen später

….ziehen wir unser erstes Fazit: Wie waren diesen letzten zwei Corona-Wochen und was nehmen wir aus dieser ganzen krassen lebensverändernden Phase eigentlich für die Zukunft mit?

Wie ging es euch als Familie ohne Oma, Opa und Freunde. Ohne das wilde Toben auf dem Spielplatz, ohne Playdates, ohne Mom-Auszeit mit der besten Freundin und einem leckeren Latte Macchiato beim Lieblings-Barista?

STOP! Das wird nicht einer dieser deprimierten Corona-hat-uns-all-unsere-Freiheit genommen Beiträge. Nein, mit diesem Beitrag wollen wir dir eine Mom-Kaffee-Runde in dein Wohnzimmer bringen – völlig virenfrei. Und das einzige, womit wir dich anstecken wollen, ist Inspirationsoptimismus.

„C“ wie Chance statt Krise?

In jeder Krise steckt nämlich auch eine Chance! Die Frage ist jetzt, wie wir Corona und all die Dinge betrachten wollen, die sich aus dem Umgang mit diesem Virus ergeben haben und ob wir weiterhin eine Krise darin sehen oder lieber eine Chance.

In Zeiten, in denen das soziale Leben in der Realität auf ein Minimum reduziert ist, können wir dank Internet trotzdem Zusammenwachsen und uns austauschen. Genau das wollen wir zusammen mit euch in diesem Artikel machen und haben verschiedene Moms nach ihren Gedanken zu Corona gefragt. Alle haben die gleichen Fragen gestellt bekommen.

Wenn du willst, mach gerne mit! Stell dir auch unsere Fragen, setz dich sozusagen mit uns an den digitalen Kaffee-Tisch und beantworte sie uns in den Kommentaren!

4 Fragen zu Corona und der Homebase als Familie

Bevor wir dir die Antworten in unserem Flashmob-Kaffeeklatsch servieren, bekommst du jetzt erst einmal unsere 4 Fragen frisch an den Laptop geliefert. Und danach stellen wir dir jede einzelne kurz vor und packen anschließen ihre Antworten dazu.

1. Frage: Wie geht ihr ganz konkret als Moms und Dads mit dem kompletten Alltag in der Bude und der ganzen Familien-Lifetime-Jobsituation um?

2. Frage: Was macht es mit euch als Familie – im Alltag und Emotional?

3. Frage: Inspirationsoptimismus: Was nehmt ihr positives für euch / eure Familienzeit für die Zukunft mit?

4. Frage: Was wirst du nach der Krise noch viel mehr zu schätzen wissen?

Bam! So, jetzt machst du dir einen schönen Latte Macchiato und setzt dich zu uns und unseren vier supercoolen und superunterschiedlichen Moms. Sie erzählen dir jetzt ihre Gedanken und was die ersten Quarantäne-Tage mit ihnen und ihrer Family gemacht haben und was sie für sich daraus für die Zeit nach Corona mitnehmen werden. Enjoy!

Sandra von @waswirspielen

Mir ist wieder einmal bewusst geworden, wie schnell sich das Leben ändern kann. Ich werde dankbar und achtsam durchs Leben gehen…“

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BLOG ONLINE 🎉 . Hey ihr Lieben! Eeeeeendlich ist es so weit und nach vielen vielen Nachtschichten geht heute mein Blog www.waswirspielen.com online 👏🤩🎊 . Als ich letztes Jahr im September hier auf Instagram gestartet habe, war mir bald klar, das macht mir hier so viel Spaß , dass ich mein Projekt 'waswirspielen' ausbauen möchte und so entstand die Idee eines Blogs. . Zum Glück ist mein Mann Programmierer und hat den technischen Aufbau übernommen und mir eine gaaaaanz einfache Einschulung gegeben, ansonsten wäre das mit mir Technikniete wohl nie etwas geworden 😂😂 . Nun gut 😅 Was findet ihr auf meinem Blog? Ich teile wie hier auf Instagram unsere Ideen rund um Spielen/ Lernen/ Gestalten. Auf dem Blog gehe ich mehr ins Detail, ich zeige Schritt-für-Schritt Anleitungen, gebe zu jeder Idee weitere Anregungen und teile meine Erfahrungen und Fachwissen mit euch. . Die Ideen sind wie auch hier alle sehr einfach und schnell nachzumachen 👌 Ihr findet viele Ideen aus dem Sensory Play, also Spiele mit vielen/allen Sinnen, da multisensorisches Lernen sehr wichtig ist und obendrein mega viel Spaß macht 🎉 Nachhaltigkeit ist und bleibt ein großes Thema, ich vermeide es, neues Material zu kaufen, sondern zeige viele Ideen mit Resten oder Verpackungsmaterial 🌎 . Einiges mehr erfährst du noch in meinen Storys und später in den Highlights unter 'me' 🧚‍♂️ . Ich freue mich sehr auf deinen Besuch am Blog und bin über Rückmeldungen und Anregungen dankbar ❣️❣️ Meine regelmäßigen Leser werd einige Ideen bereits kennen, ich steh ja noch in den Startlöchern, ein paar neue Anregungen sind aber auf alle Fälle schon dabei 😌🎉 . Liest du regelmäßig Blogs? Welchen Blog kannst du empfehlen? Oder schreibst du sogar selbst einen? Haut doch mal in die Tasten und lasst uns darüber in den Kommentaren austauschen 👏 . . #bloggermama #newblog #spielideen #spielen #forschen #lernen #malenmitkindern #bastelnmitkindern #blogger_at #kreativ #new #ideenfürkinder #makersgonnamake #mamablogger #oberösterreich #linz #kleinkind #spielendlernen #madewell #mitallensinnen #linkinprofile #diyblog

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Auf Sandras schönem Insta-Account @waswirspielen hat sich schon eine große Mittelstadt versammelt und Sandra versorgt ihre mehr als 40.000 Follower regelmäßig mit kreativen und smarten Ideen rund um die Themen Spielen, Lernen und Gestalten. Sie ist Pädagogin, Mädchen-Mama und teilt ihre Montessori inspirierten Tipps und Hacks auch auf ihrem Blog Was Wir Spielen.

1. Wie geht ihr ganz konkret als Moms und Dads mit dem kompletten Alltag in der Bude und der ganzen Familien-Lifetime-Jobsituation um?

Wir haben das Glück, dass ich mich großteils voll und ganz der Betreuung unserer Kinder widmen kann. Ich plane über den Tag verteilt ein oder zwei besondere Aktivitäten, eine davon ist täglich zum Beispiel Kinderturnen über YouTube. Mal Basteln wir etwas, ich bereite eine besondere Spiellandschaft vor oder wir gehen in den Wald auf Schatzsuche. Ansonsten steht Kochen und Putzen am Programm. Da helfen meine Kinder entweder mit, oder beschäftigen sich alleine. Langeweile ist extrem wichtig für Kinder, denn da können sie ihre Kreativität erst so richtig entfalten.

2. Was macht es mit euch als Familie – im Alltag und Emotional?

Wir als Familie sind näher zusammengerückt. Die Kinder vermissen den Kindergarten, ihre Freunde und die kleinen Ausflüge zum Einkaufen oder auf den Spielplatz sehr. Darum haben wir beschlossen, jeglichen Druck aus der Situation zu nehmen und uns einfach eine schöne Zeit mit den zwei Mädchen machen. Wir haben zum Glück keine finanziellen Einbußen zu erwarten, da kann man die ganze Situation natürlich wesentlich entspannter hinnehmen.

3. Inspirationsoptimismus: Was nehmt ihr positives für euch / eure Familienzeit für die Zukunft mit?

Mir ist wieder einmal bewusst geworden, wie schnell sich das Leben ändern kann. Ich werde dankbar und achtsam durchs Leben gehen und die einzelnen Momente noch bewusster wahrnehmen und genießen.

4. Was wirst du nach der Krise noch viel mehr zu schätzen wissen?

Dass ich in einem so gut organisierten Sozialstaat leben darf. Ich bin dankbar für die gute medizinische Versorgung, für die Politik, die so rasch reagiert hat und schützende Maßnahmen eingeleitet hat, für die sichere Versorgung mit Lebensmittel und für den Zusammenhalt unter den Menschen. Natürlich gibt es einzelne, die aus der Reihe tanzen, aber der Großteil hält zusammen und achtet aufeinander und das stimmt mich wahnsinnig positiv für die Zukunft!

Andrea von @elements_beauty_lounge

„Ich merke wie ich entschleunige. Zur Ruhe komme. Doch ist da die Sorge um meinen kleinen Laden. Wie geht es weiter? Geht es weiter?“

In besseren, Nicht-Corona-Zeiten, würden wir diese Mom-Runde am liebsten in Andreas super schöne Elements Beauty Lounge verlagern. Ihre Liebe für alles Schöne sieht man sofort, wenn man über die Schwelle ihres kleinen Ladens tritt. Andrea ist Make Up Artist, Entrepreneurin, immer strahlende Power Frau und Mama eines wilden Dreijährigen.

1. Wie geht ihr ganz konkret als Moms und Dads mit dem kompletten Alltag in der Bude und der ganzen Familien-Lifetime-Jobsituation um?

Wir versuchen die gemeinsame Zeit zu nutzen und die Situation positiv zu sehen. Vor ein paar Wochen haben wir uns so viel gemeinsame Zeit gewünscht. Allerdings nicht in Verbindung mit Krankheit und dem Ausmaß an Einschränkungen

2. Was macht es mit euch als Familie – im Alltag und Emotional?

Wir haben keine Angst vor der Krankheit, hoffen aber sehr das bald alles wieder seinen geregelten Lauf nimmt. Wir wieder unsere Familie und Freunde sehen dürfen. Mein Mann ist positiv gestimmt, nimmt die Situation an. Man kann es nicht ändern!! Ich dagegen habe gemischte Gefühle. Ich merke wie ich entschleunige, mir mehr Zeit für die Dinge lassen kann da man ja nicht getacktet ist. Zur Ruhe komme. Und doch ist da die Sorge um meinen kleinen Laden in den ich so viel liebe und Zeit gesteckt habe. Wie geht es weiter? Geht es weiter? 

3. Inspirationsoptimismus: Was nehmt ihr positives für euch / eure Familienzeit für die Zukunft mit?

Nichts ist wichtiger als Familie. Liebe übersteht alles. Lachen ist wichtig. Zusammen oder auch mal über den anderen. Das man viel öfter so frei sein sollte wie unsere Kinder. Einfach im Moment leben.

4. Was wirst du nach der Krise noch viel mehr zu schätzen wissen?

Gesundheit, meinen Mann, der jede Situation mit mir ausharrt und mich motiviert. Die Liebe und das Lachen meines Sohnes. Es gibt eigentlich nichts wertvolleres. Auch in anstrengenden Situation

Lenia von @leniaskinderwelt

Wir klagen über den Verlust von Möglichkeiten, die viele Menschen auf der Welt gar nicht erst haben und nie haben werden“

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Hallo, das bin ich #nofilter! Es ist so weit ich zeige mich… 😅 . Ich liebe ja diese "10 Facts about me"-Posts um die Personen hinter den Accounts besser kennenzulernen! Und ich bin so froh, dass ich viele von euch hier schon besser kennen lernen durfte und wir so einen tollen Austausch haben. . Da ich mich aber immer so schwer kurz fassen kann, gibt's jetzt diesen Post in etwas abgewandelter Form… 😅 . Also, ich heiße Lenia, bin 32 Jahre alt und wohne in Geilenkirchen (grobe Nähe Dreiländereck DE-BE-NL). Ich bin verheiratet mit einem Feuerwehrmann 🚒 und seit Mai 2018 haben wir eine ganz tolle Tochter 👨‍👩‍👧! Zu unserer kleinen Familie gehören dann ausserdem noch 2 Katzen 🐈. . Ich bin Deutsche 🇩🇪, aber in Belgien 🇧🇪 geboren und dort aufgewachsen. Ich habe Französisch sprachige Schulen besucht und dort mein Abi gemacht. Im Anschluss folgte meine Ausbildung zur Erzieherin, die ich in BW (Bruchsal) begonnen und in Aachen weitergeführt und beendet habe. 👩🏽‍🎓 . Bevor ich meinen Mann kennengelernt habe, war ich mit einem ganz tollen Mann über 3 Jahre liiert. Ich musste ihn aber gehen lassen. Er litt unter Mukoviszidose und hat seine Lungentransplantation nicht überlebt. Ich werde ihn immer in meinem ❤️ tragen. Werdet Organspender! Und befasst euch nicht erst mit dem Thema, wenn es euch selbst betrifft! 👍👍 . Er war Niederländer und ich habe Englisch mit ihm gesprochen. Allgemein liebe ich Fremdsprachen und spreche neben Deutsch, Französisch und Englisch auch noch Niederländisch (inzwischen) und etwas Spanisch. 🇩🇪🇨🇵🇬🇧🇳🇱🇪🇦 . Mein Gewicht schwankt sehr stark und manche Leute würden mich dadurch teilweise nicht wieder erkennen, wenn sie mich nach ein paar Monaten wieder sehen würden. 😅↗️↘️ . Wir wohnen in einem Mietshaus mit Garten und hoffen darauf, endlich nach 6 Jahren ein passendes Grundstück oder Haus zu finden. 🏡 . Und vielleicht folgen dann bald 10 knackige Facts! 😉 . Nun hoffe ich, dass ihr bis hierhin gelesen habt und würde mich riesig freuen, mehr von euch zu erfahren! Erzählt mir was ihr möchtet und wenn euch nix einfällt zumindest Name, Alter, Wohnort und Beruf! Ich bin ganz gespannt 😍❤️😙 . Wenn ihr Fragen habt, schießt los 😙

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Lenia ist Erzieherin, Mom und kann dir außerdem in null Komma nichts zeigen, wie du mit deinem Kind einen super coolen LKW aus einem leeren Eierkarton bauen. Auf ihrem Account @leniaskinderwelt versorgt sie – nicht erst seit Corona – alle verzweifelten Moms uns Dads mit super coolen Bastel Tutorials.

1. Wie geht ihr ganz konkret als Moms und Dads mit dem kompletten Alltag in der Bude und der ganzen Familien-Lifetime-Jobsituation um?

Kurz vorab: Wir wohnen im Kreis Heinsberg – dem von Corona wohl am stärksten betroffenen Gebiet, wo die Schulen und Kitas bereits seit dem 26. Februar geschlossen sind. Ich arbeite während der Elternzeit auf 450,- Basis in der Kita wo ich sonst auch angestellt bin. Mein Mann ist Feuerwehrmann. Bisher bekommen wir das allerdings noch ganz gut organisiert. Mein Mann ist aufgrund seiner 24 Stundenschichten häufig zu Hause. Ich habe noch Überstunden abgebaut. Und seit Ende letzter Woche befinde ich mich außerdem im Homeoffice, da hier im Krisengebiet die Regelung der Betreuung der Kita von Kindern deren Eltern Schlüsselpersonen sind, (noch) nicht gilt.

Wir schaffen es also bislang relativ gut die Betreuung unserer Tochter zu organisieren. Zum Glück!

Wir sind die ganze Zeit zu Hause. Gehen aber auch viel spazieren. Und wir haben eine Corona-Einkaufsunterstüzung für Menschen, die zur Risikogruppe gehören, auf die Beine gestellt. Damit waren wir die letzten Tage gut beschäftigt.

2. Was macht es mit euch als Familie – im Alltag und Emotional?

Lange war ich ziemlich verwirrt und wusste nicht, wem ich glauben bzw wie ich die Situation einschätzen soll. Auf der einen Seite die Fraktion „Corona hat es schon immer gegeben, es ist nur wenig schlimmer als eine Grippe, alles nicht so wild“ und auf der anderen Seite die vielen andere Berichte und zu sehen, was in Italien los ist.

Nun ist gefühlt unsere halbe Nachbarschaft an Corona erkrankt.  Ein Freund von uns ebenfalls. Er ist Mitte 50, ohne Vorerkrankungen, sehr sportlich und fit und kämpft seit fast einer Woche um sein Leben.

Das alles hier im Krisengebiet direkt hautnah mit zu erleben, lässt einen nicht kalt.

Erst war ich verwirrt. Dann kamen immer mehr Infos zusammen, die mich einfach überrollt haben und ich stand ein paar Tage echt neben mir. Jetzt habe ich mich etwas gefangen und ich versuche alles in meiner Hand liegende, die Menschen wach zu rütteln und ihnen zu vermitteln, dass sie zu Hause bleiben und vorsichtig sein sollen!

3. Inspirationsoptimismus: Was nehmt ihr positives für euch / eure Familienzeit für die Zukunft mit?

Meine Oma (wohnt in Baden-Württemberg) habe ich mehrfach angerufen (wie viele andere Familienmitglieder) um ebenfalls zu versuchen „sie zur Vernunft zu bringen“, damit sie und mein Opa zu Hause bleiben.

Gestern habe ich einen sehr rührenden Brief von ihr erhalten, wie sehr sie sich darüber freuen, so tolle Kinder und Enkel zu haben, die sich um sie sorgen.

Das schweisst auch nochmal zusammen!

4. Was wirst du nach der Krise noch viel mehr zu schätzen wissen?

Noch viel mehr zu schätzen wissen werde ich meine Freiheit und mein Glück, auf diesem Teil der Welt geboren zu sein. Wir klagen über Luxusprobleme, über den Entzug von Möglichkeiten, die viele Menschen auf der Welt gar nicht erst haben oder niemals erfahren würden.

Wir müssen zur Hause bleiben – andere haben gar kein zu Hause.

Wir dürfen nicht zur Schule gehen – andere Kinder haben niemals die Chance eine zu besuchen.

Wir haben kein Desinfektionsmittel – andere haben nicht mal fließendes Wasser.

Wenn wir an Corona erkranken, haben wir große Chancen dies durch das hier vorhandene gute Gesundheitssysthem zu überleben – das haben andere ganz und gar nicht.

Wir haben einfach großes Glück hier zu leben und geboren zu sein und nicht woanders. Und da sollten wir uns immer wieder dran erinnern!

Ein Schlusswort: Corona kann jeden treffen. Nicht nur Menschen, die zur Risiko-Gruppe gehören. Nehmt die Situation ernst. Wir haben es alle in der Hand! Denkt an andere und helft euch gegenseitig! Und scheut nicht die Auseinandersetzung mit denen, die die Situation noch nicht ernst nehmen. Jede Diskussion ist es wert und wichtig!

Jana von @_anne_jone

„Wir lernen die Kinder von einer ganz neuen Seite kennen, ganz ohne Ablenkung… Und als Paar schweißt uns die Situation sehr zusammen, da wir Hand in Hand arbeiten müssen.

In ihrem Erwachsenenleben jongliert Jana mit Zahlen in der Finanzabteilung unserer Lieblingsdrogerie-Kette. In ihrem Herzen ist sie aber Fotografin, Interieur Design Freak und leidenschaftliche Mom von zwei super taffen Mädchen.

1. Frage: Wie geht ihr ganz konkret als Moms und Dads mit dem kompletten Alltag in der Bude und der ganzen Familien-Lifetime-Jobsituation um?

Seit Corona gibt es bei uns Schichtdienst: Einer spielt Lehrer & Erzieher, der andere darf schnell die wichtigsten Jobs im Home-Office erledigen. Die größte Herausforderung für uns ist es Home-Schooling und Home-Kita unter einen Hut zu bringen, da die Große ihre Schulaufgaben nicht machen will, wenn die Kleine spielen darf. Also müssen wir kreativ werden und uns spannende Aufgaben für die Kleine ausdenken: Buchstaben ausmalen, Sushi Stäbchen zählen und und und. Und die Zeit zum Kochen schaffen wir uns, indem wir unsere Kinder Doku-Filme über ganz Deutschland schauen lassen – und die Kids LIEBEN es! 

Telefonkonferenzen sind eine besondere Herausforderung.  Meist hört man Ende der anderen Leitung ein kurzes Lachen…oder Mitleid? So genau können wir es gar nicht mehr raushören.

2. Frage: Was macht es mit euch als Familie – im Alltag und Emotional?

Ganz ehrlich: Die ersten Tage waren wir sehr gereizt, da man sich schlecht beim Arbeiten konzentrieren kann. Es kommt alle 5 Minuten ein Kind ins Arbeitszimmer weil es immer eine super ober wichtige Frage gibt die nicht warten kann oder Mama hat Nein zum fünften Schokoriegel gesagt. Ich habe den Eindruck dass die Kinder es einfach auskosten wollen, beide Eltern zu Hause zu haben. Es ist eben eine nie dagewesene Situation. 

3. Frage: Inspirationsoptimismus: Was nehmt ihr positives für euch / eure Familienzeit für die Zukunft mit?

Wir lernen die Kinder von einer ganz neuen Seite kennen, ganz ohne Ablenkung durch Freunde oder super spannende Aktionen. Uns als Paar schweißt es uns momentan sehr zusammen da wir Hand in Hand arbeiten müssen. Hier ein wichtiger Anruf, da noch unbedingt die Email rausschicken, es ist wichtig dem Partner diese Möglichkeiten zu gewähren. Beide Jobs sind wichtig und keiner muss zurückstecken. Das haben wir gleich am Anfang in unserem Krisengespräch, nach verkündung der schulschließung,beschlossen. Unfassbar – aber in dieser Situation dass absolut richtige. 

Die Liebe zum Wald wird wieder entdeckt und die Talente der Kinder werden vielmehr wahrgenommen. Auch ich fange an mein großes Interesse an der Fotografie auszuleben, was einem ein gutes Gefühl gibt dass das Mom Dasein nicht nur aus Bürojob und den Kids besteht. Man braucht einfach eine Dritte Komponente, die dich in deinem Können definiert und nicht in einem Titel oder Familienstand.

4. Frage: Was wirst du nach der Krise noch viel mehr zu schätzen wissen?

Alles…Wirklich.. Schule und Kita sind nie mehr selbstverständlich sondern ein großes Geschenk dass wir Stunden ohne Unterbrechung arbeiten können. Bäcker, Spielplätze, unser Karlsruher Zoo, natürlich Freunde die wir jetzt schon unglaublich vermissen, Großeltern. Die Liste würde wohl ewig lang werden. Das Schlimme ist, all die Sachen waren uns manchmal zu viel, der Tag war immer so eng getaktet gewesen. Ich bin mir sicher dass wir nach dieser schwierigen Zeit den Tag viel mehr wertschätzen und viel mehr aus dem Tag raus holen werden

Joy von @joyistmeinname

„Die Kinder freuen sich auch wenn wir nur puzzeln oder auf dem Balkon basteln. Das dass reicht und es mich auch glücklich macht sonst nix zu tun, ist auf jeden Fall eine ganz neue Erkenntnis für mich!“

Joy ist Schauspielerin, Veganerin, Zweifach-Mama, Nachhaltigkeits-Enthusiastin und Weltverbesserin. Und genauso bunt, vielseitig, lustig und echt ist auch ihr Account @joyistmeinname, den wir LIEBEN ❤️.

1. Wie geht ihr ganz konkret als Moms und Dads mit dem kompletten Alltag in der Bude und der ganzen Familien-Lifetime-Jobsituation um?

Ich war die erste Woche sehr gefrustet. Lovis ist jetzt 6 Monate alt und ich hatte mir ein wenig meiner Freiheiten und meiner Persönlichkeit wieder erkämpft! Ich war gerade emotional bereit mein Baby auch mal abzugeben und dann das! AUSGANGSSPERRE!😂

 Aber im Moment ist hier zu Hause tatsächlich gute Stimmung, ich bin ja eh noch in Babypause und Mein Mann kann kein Homeoffice machen. Das heißt niemand muss versuchen sich zu konzentrieren und schlecht gelaunt am PC hocken! Das empfinde ich als großen Vorteil. Dennoch ist dieser Trott und dieses sich nicht aus dem Weg gehen können natürlich auch eine Beziehungsprobe für einige! Unsere Große ist sehr auf mich fixiert im Moment weil sie ihre Mama noch nicht so gern teilt und das Baby hängt im Moment eh ständig an mir rum, also habe ich zur Zeit das Gefühl, dass alles an mir hängen bleibt. Aber zwischendurch eine tröstende  Umarmung von meinem Mann hilft.

2. Was macht es mit euch als Familie – im Alltag und Emotional?

Meine Tochter findet es im Moment einfach nur großartig! Wir spielen nonstop mit ihr und das genießen sie – das merk ich total…die Frage ist nur wie lange noch. Auch wenn ich es natürlich schön finde meine Familie 24/7 um mich zu haben, freu ich mich auch schon, wenn die Kita wieder los geht.   🙈 🙈 🙈

3. Inspirationsoptimismus: Was nehmt ihr positives für euch / eure Familienzeit für die Zukunft mit?

Also was ich wirklich ein wenig entspannter sehen kann in der Zukunft ist diese Einstellung : So, es ist jetzt Wochenende – wir müssen jetzt raus! in den Zoo, in die Stadt, in den Park, ins Schwimmbad – hauptsache 48 Stunden Aktion. Damit ich nicht nur zu Hause war und mir wie das langweiligste Müttchen vorkomme!

Die Kinder freuen sich auch wenn wir nur puzzeln oder auf dem Balkon basteln. Das dass reicht und es mich auch glücklich macht sonst nix zu tun, ist auf jeden Fall eine ganz neue Erkenntnis für mich!

4. Was wirst du nach der Krise noch viel mehr zu schätzen wissen?

Oh Gott – wo soll ich da bloß Anfangen!!! Cafés, Kino, Konzerte, Mädelsabend – nicht nur über Skyp. Meine Mama aus Berlin, die mich wieder besuchen kann! Ich hatte während meinen  Schwangerschaften die ganze Zeit das Gefühl ich verpass alles, aber anscheinend ist in meinem Leben doch ne Menge los. Und das finde ich super und dafür bin ich Dankbar!

Sara von @brombeermama

Wir sehen, unser Leben kann sich von einem auf den anderen Tag auf den Kopf stellen. Das macht mir nochmal deutlich, dass wir den Moment genießen und die Verwirklichung unserer Träume nicht auf die lange Bank schieben sollten.

Perfekte Mamas müssen draußen bleiben! Das ist das Moto von Saras Insta-Account @brombeermama und genau darum fühlen wir uns dort auch so wohl! Und da Bilder viel mehr sagen als 3567 Worte, zeigt Sara unser aller Mom-Alltag in lustigen, smarten und coolen Sketchnotes. Und falls du mehr Text zu den Sketchnotes brauchst, dann musst du unbedingt auf Saras Blog vorbeischauen.

1. Wie geht ihr ganz konkret als Moms und Dads mit dem kompletten Alltag in der Bude und der ganzen Familien-Lifetime-Jobsituation um?

Wir arbeiten beide von Zuhause. Homeoffice klingt so lässig, ist es mit Kleinkind aber definitiv nicht. Wir wechseln uns ab und organisieren uns gut, damit alles klappt. Wenn einer von uns zum Beispiel ein wichtiges Telefonat hat, geht der andere eine Runde mit Kind spazieren. Wir planen den Mittagsschlaf unsers Sohnes fest mit ein. In der Zeit können wir konzentriert arbeiten, Erwachsenendinge besprechen oder selbst mal Pause machen.

Wir spüren deutlich eine Entschleunigung: Es ist nicht wichtig, wie lange wir morgens brauchen bis alle angezogen sind und gefrühstückt haben, weil wir ja sowieso zuhause bleiben. Wir beziehen unseren Sohn in alles mit ein: Wir kochen gemeinsam, machen den Haushalt zusammen und natürlich spielen wir ganz viel und gehen draußen spazieren, sammeln Stöcke und beobachten Vögel. 

2. Was macht es mit euch als Familie – im Alltag und Emotional?

Mein Sohn vermisst andere Kinder, den Spielplatz und seine Großeltern und Cousinen sehr. Es belastet mich, dass ich ihm mit seinen zwei Jahren nicht plausibel erklären kann, warum er nicht mit anderen Kindern spielen darf. Aber bei aller Sorge bleiben wir positiv, auch um unserem Sohn eine schöne Zeit zu bereiten. Wir skypen viel und tauschen Videobotschaften aus. So sind wir zwar noch immer allein, aber fühlen uns nicht mehr einsam. Außerdem frage ich mich: Wann werden wir nochmal so intensiv so viel Zeit gemeinsam als Familie verbringen? Vielleicht niemals wieder. 

3. Inspirationsoptimismus: Was nehmt ihr positives für euch / eure Familienzeit für die Zukunft mit?

Wir sehen, unser Leben kann sich von einem auf den anderen Tag auf den Kopf stellen. Das macht mir nochmal deutlich, dass wir den Moment genießen und die Verwirklichung unserer Träume nicht auf die lange Bank schieben sollten.

4. Was wirst du nach der Krise noch viel mehr zu schätzen wissen?

Diese Krise macht mir einmal mehr deutlich welch privilegiertes Leben wir führen. Ich bin froh, dass ich in einem Land lebe, in dem die größte Sorge der Leute der Klopapiervorrat ist. Ich habe fließendes Wasser, einen vollen Kühlschrank und eine gute ärztliche Versorgung. Gesundheit, Freiheit, Gemeinschaft – darauf kommt es mir an.

Victoria von @naomis_business_mum

„Wir geniessen es, dass wir ungewohnt viel Zeit für einander haben.“

Auf ihrem Account @naomis_business_mum bloggt Victoria über ihren Alltag als Businessfrau und Mutter und will anderen Moms damit zeigen, dass Karriere und Kind kein Widerspruch sind. Mit dem Fashion-Label Eva & Naomi hat sie sich, gemeinsam mit einer Freundin, einen Traum erfüllt und designed süße Stricksachen für Kinder.

1. Wie geht ihr ganz konkret als Moms und Dads mit dem kompletten Alltag in der Bude und der ganzen Familien-Lifetime-Jobsituation um?

Da wir beide selbständig sind, haben wir Glück im Unglück. Wir können uns komplett, um die Betreuung von Naomi kümmern und sind nicht auf Fremdhilfe angewiesen. Bisher fühlt sich jeder Tag ein bisschen wie Sonntag an. Wir frühstücken gemeinsam, gehen viel spazieren (der Sonne sei Dank), spielen und lernen ohne Termindruck. Arbeitstechnisch sind wir beide im Home Office und wechseln und halten einander den Rücken frei, wenn Arbeit ansteht

2. Was macht es mit euch als Familie – im Alltag und Emotional?

Natürlich herrscht große Unsicherheit wegen der ganzen Situation – denn wenn du als Selbständiger nicht arbeiten kannst, dann kannst du auch nichts verdienen. Wir denken einfach positiv und versuchen die Lage entspannt zu sehen – denn ändern können wir eh nichts daran. Deswegen geniessen wir es, ungewohnt viel Zeit für einander zu haben. 

3. Inspirationsoptimismus: Was nehmt ihr positives für euch / eure Familienzeit für die Zukunft mit?

Ganz ehrlich? Mir hat diese Zeit jetzt schon gezeigt, dass ich/wir die „richtigen“ Werte und Ziele im Leben haben. Uns ist absolut nicht langweilig, wir müssen uns keine Aktivitäten aus dem Finger ziehen oder umdenken. Von vielen Seiten höre ich, dass sie nicht wissen wohin mit sich und den Kindern. Das kann ich nicht nachvollziehen. Wir haben endlich mehr Zeit für die Dinge, die wir auch sonst immer gemacht haben: Sport, Selbstentwicklung, Förderung unseres Kindes. In der Zukunft werden wir also mit neuen Kräften einfach so weitermachen, wie bisher.

4. Was wirst du nach der Krise noch viel mehr zu schätzen wissen?

Die Möglichkeit zu reisen – wir sind sonst sehr viel unterwegs und es war für uns selbstverständlich sich frei bewegen zu können. Noch ein Grund dankbarer zu sein für alles, was wir haben. 
Die gemeinsame Zeit mit Familie und Freunden – wenn du plötzlich nicht mehr einfach so mit einer Freundin Kaffee trinken gehen kannst, oder spontan die Großeltern besuchen, ist es sehr sehr ungewohnt. Nachdem wieder Normalität eingekehrt ist, wird es definitiv einiges an Nachholbedarf geben. 
Das Glück in einem gut organisierten Staat mit Sicherheitsnetz zu leben. Wir mussten letzte Woche für eine Nacht ins Krankenhaus, da Naomi eine leichte Gehirnerschütterung hatte. Ich war eingestellt auf Chaos wegen Corona. Aber man hat auf der Kinderstation absolut nichts davon mitbekommen (außer der neuen strengen Vorschriften.) Alle waren sehr zuvorkommen, aufmerksam und professionell – als ob es gar keine Ausnahmesituation geben würde. Das ist nicht in jedem Land möglich. 

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