Es gibt Reis, Baby! Dein Beikostplan für die ersten Wochen

Das findest du hier

Sollte, hätte, könnte, müsste… Bevor ich dir meinen persönlichen Beikostplan im Clean Eating Style zusammentippe, möchte ich dir erstmal eine dicke fette Portion „Chillout“ rüberschicken. Zum Thema Beikost gibt es nicht nur gefühlt 30 Millionen Artikel, die dir in aller Regel ausnahmslos alle in aller Ernsthaftigkeit predigen, wie du es zu machen hast, damit dein Minime jaaaaaaaa gesund ins Leben startet. Ich will da gar nicht komplett widersprechen, denn ein paar Sachen solltest du schon beachten und die Basics werde ich dir im Artikel natürlich verraten, aber der Rest ist schlicht und einfach auch „Geschmackssache“. 

Du bekommst also einen Überblick über das Thema „Beikost“, außerdem liefern wir dir einen Einstieg in die ersten Wochen, ein paar Dos und Dont’s und die aktuellen Trends. Dazu bekommst du eine Einkaufsliste für die ersten Tage. Damit du das Thema mit deinem Kind rocken kannst! 

So, wie es für euch am besten ist. 

Beikost fürs Baby! Die wichtigsten Facts

Beikost hat den hübschen Namen „BEI“kost, weil sie zusätzlich zur Milch nach und nach angefüttert wird. Du startest also ziemlich Basic und mit wenigen Mahlzeiten und steigerst dich dann nach und nach. Wie oft und wie schnell du damit starten kannst, kann dir dein Baby sagen. 

Die Empfehlung für einen Beikoststart geht in aller Regel vom 4. – 7. Monat – irgendwann dazwischen kannst du die ersten Versuche starten. 

Ich schreibe bewusst, dass du die „ersten Versuche starten“ kannst, weil dir locker passieren kann, dass du hochmotiviert Karotten kleinkochst und deinem Kind mit freudigem Gesichtsausdruck präsentierst…. und es dich einfach nur mit zusammengepresstem Mund empört anstarrt. Diese liebevoll gekochte Karotte wird dann ziemlich sicher niemals im Magen deines Kindes landen, weil dein Baby vielleicht noch nicht bereit ist für die feste Nahrung. 

Glaub deinem Baby und nicht all den Foren und Ratgebern, die dir erzählen wollen, dass es ab Monat 4 unbedingt losgehen muss. Es gibt sogar Babys, die erst mit dem 9. oder 10. Lebensmonat anfangen feste Nahrung zu essen und manche können es gar nicht abwarten, bis es endlich losgeht. Jedes Kind ist anders und das ist super so. 

Die Kids wissen noch ziemlich gut, was sie brauchen und was nicht. Die Natur hat uns eigentlich ein inneres Messsystem mitgegeben, dass uns sehr genau sagen kann, was uns gut tut und was nicht. Wir Erwachsenen haben das nur gerne verloren und unter Süßigkeitenorgien, Aromafood und Fertignahrung vergraben. 

FACT: Wir sind keine Arztpraxis. Soviel wollen wir kurz mal vorweg schicken. Wir berichten dir hier auf Kiddyrocks von unseren Erfahrungen. Wenn du es medizinisch ganz genau wissen willst oder unsicher bist, dann schnapp dir deinen Kinderarzt oder deine Hebamme und sprich nochmals alles mit ihm oder ihr durch. Nagel uns auf nichts fest – wir geben hier keine durch Studien beglaubigte Ratschläge, sondern berichten von persönlichen Erfahrungen.

OFFTOPIC-TIPP: Du kannst den Beikoststart deines Babys doch einfach mal nutzen, um dein körpereigenes Natursystem zu resetten und mit deinem Baby clean und fein mitzuessen. Das Ganze nennt sich Clean Eating – HIER findest du einen Basic-Artikel von mir, in dem ich dir das ganze Thema einmal flott zusammenfasse und dir einen schönen Wochenplan inklusive Einkaufsliste zum Download gebaut habe. Lass einfach mal alle Aromen und industriell verarbeiteten Sachen weg und versuche genauso natürlich wie dein Baby zu essen. Räum deinen Kühlschrank aus, deine Vorratsschränke und schmeiß alles weg, auf dem Wörter wie „Aroma“, „Hefeextrakt“, „Geschmacksverstärker“ stehen oder diverse „Süßstoffe“, Zuckerersatzstoffe, „E-Stoffe“ enthalten sind. 
OFFTOPIC-TIPP ENDE! 

So, kommen wir wieder zurück zum eigentlichen Thema. 

Beikost fürs Baby – wann starten?

Wir waren beim Startzeitpunkt und ich verrate dir jetzt mal ein paar Zeichen, an denen du erkennen kannst, ob dein Kind schon bereit ist das Thema „Beikost“ mit dir zu rocken. 

  1. Dein Kind schaut ziemlich interessiert zu, wenn andere am Tisch essen?
  2. Es will auch zugreifen am Tisch?
  3. Es quengelt immer öfter, nach Milch? Sprich: Es wird nicht so richtig satt mit der Milch…

Das sind mal drei Zeichen auf die du achten kannst. Wenn dein Kind keines dieser Zeichen zeigt, aber so langsam auf seinen 8. Oder 9. Lebensmonat zugeht, kannst du einfach immer mal wieder einen Testballon starten und eine einsame Karotte im Topf weichkochen. Wie du das machst, verrate ich dir gleich noch. 

Vorher gibt es noch den aktuellen Trend in Sachen Beikost: BREIFREI! 

Breifrei Beikost – whats that?

Breifrei klingt wie Bleifrei – meint aber etwas ganz anderes. Es gibt Kids, die keine Bock auf Brei haben. So einfach ist das und ganz ehrlich? Ich kann sie verstehen 😉 Das wirst du daran merken, dass dein Kind dir den Brei empört vor die Füße spuckt, aber trotzdem alle anderen Zeichen für mehr feste Nahrung zeigt. Immer mehr Moos finden das ganze Konzept sowieso viel cooler und starten gleich so – ohne überhaupt Brei anzubieten. 

Du kannst das ganze Konzept also auch einfachdirekt durchziehen, weil du es cool findest. 

Breifrei heißt einfach nur, dass du deinem Kind auf einem Teller gleich „feste Nahrung“ anbietest. Du kochst natürlich auch erst einmal alles weich, weil dein Baby erstens noch keine Zähne hat und zweitens schlucken und kauen noch nicht kennt. 

Dann entscheidet dein Kind selbst, ob es essen will oder nicht und lernt das Thema Futter direkt mit festen Stücken kennen. 

Beides ist cool und ich persönlich finde beide Varianten exakt gleich gut. Es hängt also einfach ein bisschen von dem ab, was dein Kind möchte und was du vielleicht auch besser findest. 

What??!? Aber mein Baby hat doch dann noch gar keine Zähne? 

Falls du dich jetzt fragst, wie dein Minime Sachen Kleinkauen soll, obwohl es noch gar keine Zähne hat, kann ich dich beruhigen. Es nimmt einfach seine Kauleiste, solange bis die Zähne da sind. Schneidezähne kommen bekanntlich etwas früher – es kann die Sachen also kleiner beißen. Die Backenzähne lassen sich ohnehin ewig Zeit. Solange würdest du auch nicht nur Brei füttern. 

Genug Backgrund – kommen wir zu unseren persönlichen DO’s und DONT’s der Beikost. 

Die wichtigsten 9 DO’s und DONT’s der Beikost

Punkt 1: Dein Kind ist die ersten Lebensmonate ausschließlich Milch gewohnt. Sein Magen und sein Darm kennen also nichts anderes. Deswegen darfst du es auch nicht mit zuviel verschiedenen Sachen gleichzeitig überfordern. Starte mit einem Nahrungsmittel und ziehe das dann im wochenweisen Wechsel durch! 

Punkt 2: Verzichte Anfangs auf Gewürze oder gar Salz – das verträgt dein Baby nicht und braucht es auch nicht. Die Karotte ist Geschmacksexplosion genug für jemanden, der nur Milch kennt.

Punkt 3: Verzichte auf Rohkost oder kaltgepresste Sachen – wenn also Öl, dann kein kaltgepresstes. Da können Bakterien drinstecken. Nimm einfach hocherhitztes Rapsöl. Das gibt es in gut sortierten Supermärkten oder in der Babyecke – HIER findest du einen Artikel speziell zum ÖL in der Babynahrung

Punkt 4: Quark und Joghurt oder Kuhmilch solltest du im ersten Lebensjahr gar nicht füttern – weil die Leber mit dem ganzen Eiweiß nicht so gut klarkommt am Anfang und dein Kind bekommt ja parallel sowieso noch Babymilch. Wenn du mal einen Brei kochen willst, kannst du Babymilch nehmen. Wir haben viel mit Hafermilch gekocht. 

Punkt 5: Starte erst mit Gemüse, später dann Getreide, Nudeln und Reis. Das ist schwerer zu verdauen und der Darm deines Babys wird es dir danken, wenn du es nicht gleich voll forderst in Sachen Food. 

Punkt 6: Verzichte erstmal auf Kohlgemüse, weil das bläht und das letzte was du willst, ist ein Baby mit Pupsalarm im Bauch. 

Punkt 7: Wenn dein Kind etwas größer ist, werden dir garantiert kleine Brezeln, große Laugenbrezeln und auch irgendwelche Reiscracker an jeder Ecke angeboten. Wir haben komplett darauf verzichtet. Auf Rat einer Kinderkrankenschwester. Denn die Laugensachen, genau wie die Reiscracker und Mais-Puffuletti kleben in aller Regel, wenn sie feucht werden. Wenn dein Kind sich gerade verschluckt hat, kann das wirklich fies enden, wenn so ein Reiscracker oder Pufuletti am Gaumen oder gar in der Luftröhre festklebt. Lass dir mit dem Kram ein bisschen Zeit, bis dein Kind größer ist. Etwa 2 Jahre. Dann kann es besser kauen und schlucken und dementsprechend gekonnter mit dem klebrigen Kram umgehen. Außerdem sind das zwar nette, aber ziemlich leere Nährstoffe. Die rangieren bei uns unter „Knabberkram“ für seltene Gelegenheiten. 

Punkt 8: Starte am Besten mit einem Mittagsbrei – weil dann Magen und Darm nicht die ganze Nacht mit der „schweren“ neuen Mahlzeit im Bauch herumliegen – später kann dann der Abendbrei dazukommen. Irgendwann das Frühstück. 

Punkt 9: Wir haben ja schon gesagt: Kein Salz und keine Gewürze! Aber bitte auch keinen Zucker oder Honig und andere Süßstoffe. 

Okay, das waren jetzt die größten 9 Punkte, die mir eingefallen sind. Wenn du noch weitere kennst, dann tippe sie uns unbedingt in die Kommentare! Wir freuen uns auf noch mehr Know How in Sachen Beikost-Food. 

Einkaufsliste – deine Liste für die ersten Wochen Beikost

Wir basteln dir gleich noch eine Einkaufsliste zum Download. Die kannst du dir an den Kühlschrank hängen und immer zum Shoppen mitnehmen. Außerdem schreiben wir dir unsere persönliche „Best-Of-Reihenfolge“ für erste Nahrungsmittel auf die Liste. Dann kannst du schauen, was bei deinem Baby am besten funktioniert. 

Denn – nie vergessen – BEIKOST IST GESCHMACKSSACHE. Bam! 

Es gibt natürlich Gemüsesorten, die sich besonders gut für den Start eigenen, aber manchmal haben die Kids eigene Ideen, was sie mögen und was nicht. Da ist also auch ganz viel Trial and Error dabei. 

Hier mal die Basisschritte – kurz zusammengefasst: 

  • WICHTIG: Die ersten „Mahlzeiten“ kommen zusätzlich zur Milch. Du fütterst also ein bisschen und stillst dann danach oder gibst deinem Baby die Flasche – damit sich Milch und Essen mischen im Magen deines Babys. 
  • Nach und nach kannst du immer mehr Mahlzeit in der Menge daraus machen und die Milchsession immer kleiner werden lassen, bis dein Kind eine ganze Milchrunde auslässt und dafür eine Mahlzeit nimmt. 
  • So kannst du das Mahlzeit für Mahlzeit durchziehen, bis dein Kind irgendwann gar keine Milch mehr braucht oder nur noch eine Flasche am Abend. Wie auch immer ihr das handhabt. 

Jetzt kommt der PLAN – egal ob in Breiform oder Breifrei: 

  1. Du startest mit Gemüse – einzelne Sorten. Jede Woche führst du eine neue Sorte ein. Nach ein paar Wochen kannst du dann langsam mischen
  2. Dann kannst du irgendwann auch mal ein bisschen Fleisch dazupacken 
  3. Dann kannst du über einen ersten Getreidebrei nachdenken, denn du zum Gemüse dazutust
  4. Dann kannst du Obst dazupacken – auch da startest du einzeln und ziehst es Woche für Woche durch, bis du anfängst zu mischen
  5. Nach und nach kannst du auch mal ein Stückchen weiches Brot anbieten, wenn du unterwegs bist oder auch mal ein paar Nudeln oder Reis in die Mahlzeit werfen
  6. Wenn das alles geht und dein Minime sich dem ersten Lebensjahr näher, immer mehr mag, kannst du einfach klassisch für euch alle kochen und vor dem Würzen ein bisschen was von der Mahlzeit abzweigen
  7. Ab dem ersten Lebensjahr, kannst du auch mal einen Naturjoghurt anbieten, ein Stück Käse und irgendwann dann auch Quark – zum Beispiel zu den Kartoffeln

DONE! Dein Kind wird jetzt immer weniger Flasche / Stillzeiten brauchen und immer mehr Futter verlangen. Das ist Mega, weil es dich entlastet und es die Energie aus dem Essen auch immer mehr braucht, um zu wachsen. 

Wir haben dir einen kleinen Foodplan für die ersten Monate gebaut, damit du eine Inspiration dafür bekommst, wie du Stück für Stück starten und testen kannst, was dein Kind besonders mag. 

HIER ist dein Foodplan mit Starterliste für die ersten Wochen zum ausdrucken

Weil wir so extranett sind und es dir schön leicht machen wollen, haben wir dir noch eine Einkaufsliste für die ersten Monate gebaut – verbrämt mit Tipps für deine Shoppingrunde. Denn es gibt in der Babywelt wirklich verdammt viel unnötigen Kram, der dir mit ganz viel Werbekraft an jeder Ecke angeboten wird. Da kannst du bedenkenlos hier und da auch etwas günstiger shoppen. Denn Hersteller schreiben gerne mal auf Sachen „Baby“ drauf, um dann horrende „Babypreise“ verlangen zu können, die du ganz klassisch und normal an jeder Ecke zu normalen Preisen bekommen kannst. 

HIER ist deine Einkaufsliste zum Ausdrucken und an den Kühlschrank heften

Schnapp sie dir einfach per Rechtsklick auf deinen Laptop und drucke sie dir für deine Shoppingrunde aus

WEIL: Wusstest du schon, dass ziemlich viele Babybreis aus dem Gläschen ziemlich regelmäßig durch alle Tests der renommierten Zeitschrift Ökotest fallen? Viele haben mehr Schadstoffe als gute Vitamine. Du kannst dir den Test HIER bei der Ökotest beschaffen

Im Supermarkt locken dich alle Hersteller natürlich auch mit feinen Worten wie „natürliches Kalzium“ oder „besonders milde Äpfel“ oder „gut verdauliches Getreide“ – das sind alles Tricks, um dich zum Kaufen zu animieren. 

Ganz ehrlich? Das Baby-Gläschen Apfelmus ohne Zucker ist viel kleiner als das ganz normale Apfelmus ohne Zucker im Reformhaus, kostet aber locker doppelt bis dreimal so viel. Aber die Äpfel darin schmecken deinem Kind garantiert genauso gut. Wenn du also mal auf Gläschen gehen musst, weil du gerade keine Zeit hast oder unterwegs bist, dann schnapp dir lieber so ein Standardglas zuckerfreies „Apfelmus“, statt des Babygläschens. 

Das Gleiche gilt für Dinkelgries. Dinkel ist Dinkel – nur kostet der Gries doppelt soviel, wenn er von einem Babyhersteller für Babys gemacht ist. Warum? Weil wir Eltern es mit uns machen lassen und weil die Hersteller mit unserem Wunsch spielen, nur das Beste für unsere Kinder zu kochen und nichts falsch machen zu wollen. Fies, oder? 

Deswegen machen wir das anders und shoppen einfach die guten Sachen aus dem Biomarkt – zu vernünftigen Preisen und Bioqualität und ernähren unsere Kids damit. 

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Es gibt Reis, Baby! Warum selbst kochen ein MUST HAVE ist

Jetzt hast du alle Facts, lass uns starten. Wir liefern dir jetzt einen Kochplan für die ersten Wochen – inklusive einer Inspirationsliste für den Beikoststart. 

Wir kommen zum harten Part an der ganzen Geschichte. Blood, Sweat and Tears! Denn du wirst in der Küche schwitzen, wenn du Beikost a la Kiddyrocks starten willst. Wir kochen selbst. Zumindest die meiste Zeit. 

Du musst auch mit der Absurdität leben, dass anfangs eine einsame Karotte oder Kartoffel in einem riesigen Topf ihre Kreise zieht – dein Kind wird winzige Mäusehäppchen essen. Das ist einfach so. 

Du kannst höchstens versuchen deine Mahlzeiten mit dem Beikostplan zu kombinieren und zum Beispiel in der ersten Beikost-Starter-Woche vermehrt Karottengerichte auch für dich und deine restliche Familie einzuplanen. Dann muss die Karotte nicht so einsam im Topf schwimmen und du kannst einfach immer ein Stückchen abzweigen, bevor du den Rest dann würzt und fertigkochst. 

Deine Starterliste in Sachen Gemüse und Obst-Beikost

1. Der Klassiker: Karotten

2. Gut bekömmlich: Pastinaken

3. Gehen immer: Kartoffeln

4. Magenfreundlich: Fenchel

5. Sehr beliebt: Süßkartoffeln

5. Für Herbstbabys: Kürbis // Für Sommerbabys: Zucchini

6. Avocado

7. Nach und nach saisonales Obst – auch Schritt für Schritt, wie beim Gemüse (Starte mit Birne, dann Banane, dann Apfel, dann nach und nach Saisonales Obst – je weniger Säure es hat, desto besser)

DAS ist deine perfekte Reihenfolge

Das alles gibst du erst einmal einzeln jeweils ein paar Tage am Stück – dann hast du locker schon mal die ersten zwei Monate durch. 

Danach kannst du erste Mischungen anbieten und zu den einzelnen Gemüsesorten auch Getreidebrei oder Hackfleisch untermischen. 

Wenn du Öl benutzt dann bitte raffiniertes Pflanzenöl (Rapsöl, Olivenöl oder Weizenkeimöl), weil die in aller Regel frei von Schwermetallen sind und wenige bis keine Schadstoffe haben. 

Unser Basis-Getreidebrei: Vollkorn-Dinkelgries meets Hafermilch (aber bitte die zuckerfreie ohne tausend Zusatzstoffe)

REZEPTEZEIT! Zwei Food-Beispiele, die bei nahezu jedem Kind rocken: 

Wir haben dir ja eine kleine feine Liste für den Start an die Hand gegeben. Mit der kannst du folgende Rezepte natürlich dann auch variieren. 

Am Anfang gibst du natürlich einzeln – aber später, wenn dein Kind mit dem Thema Essen vertraut ist, kannst du auch Getreide oder Gemüse- und Obstsorten langsam mischen: 

  1. Obstig: Schnapp dir eine Banane, zerdrücke sie mit einer Gabel, stäube einen Hauch Zimt drüber und mische sie unter den Griesbrei. Wenn die Kind „Breifrei“ ist, kannst du die Banane einfach in Stücke schneiden und auf den Brei drapieren. Fertig. 
  2. Gemüsig: Schnapp dir eine Karotte, schneide sie in Stücke und koche sie in der Hafermilch schon mal weich. Zerdrücke sie, wenn ihr das „Team Brei“ seid – wenn dein Kind „Breifrei“ ist, kannst du die Karotte einfach im Brei lassen. Dazu packst du ein winziges Tröpfchen Rapsöl, weil Karotte Öl braucht, damit dein Kind die Vitamine verstoffwechseln kann. Fertig. Wenn dein Kind schon für Fortgeschrittene futtert, kannst du später auch einen Klecks Bio-Hackfleisch dazumischen und mitkochen. 

Das war der Einstieg. Später kannst du deinem Kind richtig hübsche kleine Teller richten und ihm zum Beispiel weichgekochte Karotte, Avocado-Stücke und Bananen auf einem Teller drapieren und schauen, wo es zugreift und wo nicht. Aber das gilt dann schon für Kids, die langsam im Profi-Modus sind und schon einige Monate futtern. 

Wie schnell du durch die einzelnen Sorten rast, oder von Brei zu fester Nahrung wechselst. Wie schnell du auch die Milch ersetzt, liegt an deinem Kind. Jedes Kind ist anders und das ist vollkommen cool. Lass dich da weder von anderen Moms, noch von irgendwelchen Ratgebern stressen. Spätestens mit 18 Jahren wird dein Kind schon richtig essen können. 

Aber einen Rat wollen wir dir zum Schluss noch mitgeben: Pack in den ersten Monaten alles beiseite, was sauber bleiben soll und stell dich auf verschmierte Haare, fleckige Pullis, eingesaute Tischdecken und krümelige Teppichböden ein…. Die Beikost-Zeit wird definitiv nicht die sauberste Zeit deines Lebens 😉  Also Chill den Dreck weg, atme tief durch, mache dir einen Milchkaffee und versuche zu lächeln, während dein Kind sich die dritte Avocado in die Haare schmiert oder begeistert mit seinen Händen den Tisch mit weicher Karotte einseift. 

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