Glückliche Kinder: 5 überraschende Regeln aus der Forschung

Wir Eltern wollen doch alle nur das eine: Glückliche Kinder aus denen später glückliche Erwachsene werden.  

Aber was können wir als Eltern machen, damit unsere Kinder jetzt und in Zukunft wirklich glücklich sind.

Der Hirnforscher John Medina und seine Kollegen haben darauf eine paar sehr klare und einfache Antworten gefunden. Und ich verspreche dir: Du wirst mega überrascht sein!

Und damit dieser Artikel nicht nach zu viel Wissenschaft klingt, habe ich am Schluss für dich auch noch drei handfeste und praktische Tipps, damit du die Glücksformel aus der Forschung ganz sicher in deinen Mom-Alltag integrieren kannst.

Los geht’s!

Glückliche Kinder - Glücksklee

Glückliche Kinder – was ist das überhaupt?

Frag doch mal 5 Moms, was sie genau unter „glücklich sein“ meinen und du wirst 10 ganz unterschiedliche Antworten bekommen.

Die einen versuchen Glück abstrakt zu beschreiben, in etwa so: positives Gefühl, angenehme Emotion, allgemeine Zufriedenheit mit seinem Leben.

Andere werden konkreter mit Beispielen wie: einen sicheren Job, finanzielle Unabhängigkeit, glückliche Ehe, Gesundheit.

Und wir Moms sind hier in guter Gesellschaft, denn auch den Wissenschaftlern fällt es super schwer, genau zu definieren, was denn nun ein glückliches Kind genau ist.

Glückliche Kinder umarmen sich

Drei Arten von Glück bei Kindern

Für den Harvard Professor Daniel Gilbert gibt es drei Arten von Glück:

1. Emotionales Glück: Ist diese Gefühl, wenn deine Tochter zum aller ersten Mal Frozen sieht – oder eben zum 135 Mal;-). Oder wenn dein Kleiner deine selbstgebackenen Schokokekse riecht.

2. Moralisches Glück: Wenn dein Kind das Gefühl hat, dass er „gut“ ist – sich also moralisch richtig verhalten hat. Er teilt die selbstgebackenen Schokokekse mit einem Freund und isst sie nicht alleine oder tröstet seine Schwester, die heute „Frozen“ nicht zum 136 Mal sehen darf.

3. Bewertetes Glück: Ist ein glücklich sein über oder weg etwas. Deine Kinder sind z.B. glücklich darüber, dass sie heute mit dir Schokokekse backen können oder weil sie gerade ein Frozen-Ausmahlbuch bekommen haben.

So, dass hätten wir also geklärt: Dein Kind kann also unterschiedliche Arten von Glück empfinden. Aber woher kommt es bloß? Und was macht uns und unsere Kinder dauerhaft glücklich?

Glückliche Kinder - Freundschaft

Der sicherste Faktor für ein glückliches Kind

Wissenschaftler der Harvard Universität haben sich 70 Jahre lang dieser Frage gewidmet und weisst du was sie in dieser super langen Studie festgestellt haben?

Trommelwirbel bitte…..:

Gute Freundschaften und eine schöne Familienbeziehung sind das, was uns Menschen dauerhaft glücklich macht.

1. Glücksregel : Wenn du also sicher sein möchtest, dass dein Kind ein glückliches Leben führen wird, dann unterstütze ihn dabei, gute Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen.

Zeige deinem Kind wie man Freunde gewinnt und Freundschaften pflegt. Und gib alles, damit ihr als Familie eine stabile Verbindung zu einander habt.

Ratgeber wie „So gewinnst du Freude“ gibt es kilometerlang in jeder Buchhandlung. Und auch die Wissenschaft hat sich nicht lumpen lassen und Unsummen an Geldern in die Erforschung dieser Frage investiert.

Und kam zu einem MEGA SENSATIONELLEN Ergebnis…. Darauf wirst du nie kommen….Bereit? Man, ist das spannend!

Tiefe und lange Freundschaften haben vor allem Menschen, die NETT sind!

WAAAAAAAAAAS! Wer hätte das bloß gedacht! Na diese Forschungsgelder waren wirklich gut investiert…

Tiefe und super lange Freundschaften haben laut John Medina vor allem Menschen, die freundlich, hilfsbereit, rücksichtsvoll, einfühlsam und versöhnlich sind. Und dazu haben diese netten Menschen auch noch die niedrigsten Scheidungsraten.

Wenn du also willst, dass dein Kind zu einem glücklichen Erwachsenen wird, dann sieh zu, dass er kein Arschloch wird;-). Denn Menschen, die  unbeherrscht, ichbezogen, launisch, impulsiv, unflexibel und nachtragend sind, gehören zu den unglücklichsten Menschen überhaupt.

Glückliche Kinder - Marienkäfer

Weitere Faktoren für glückliche Kinder

Freunde und Familie sind der absolute Mega-Faktor, über den sich vorhersagen lässt, ob dein Kind glücklich wird oder nicht. Es ist aber natürlich nicht der einzige. So einfach ist unser Leben nun auch wieder nicht;-).

Was gibt es denn noch, was darüber entscheidet, ob unsere Kinder zu glücklichen Menschen werden oder nicht?

Ich beginne gleich mal mit einem Spoiler, der dich vielleicht super überraschen wird:

Geld macht uns nicht glücklich!

Auch wenn es unglaublich klingt, aber wenn dein Kind später 10 Millionen Euro im Jahr verdient, wird er nicht glücklicher sein, als wenn er 60.000 Euro im Jahr macht. Denn genau diese Summe scheint die Grenze zu sein, an dem Geld darüber entscheidet, ob wir uns glücklich fühlen oder nicht.

Du kannst deinen Zweijährigen also getrost vom Mandarin-Unterricht wieder abmeldet und das Buch „Hedge Funds Management für Kleinkinder“ wieder zurückschicken. Alles Dinge, die dein Kind nicht braucht, um glücklich zu sein.

Es gibt aber noch genau vier Regeln, die dein Kind zu einem glücklicheren Menschen werden lassen:

2. Glücksregel : Dankbar sein

3. Glücksregel : Vergeben können

4. Glücksregel : Freude mit anderen teilen

5. Glücksregel : Selbstlos und rücksichtsvoll sein

Klingt nach esoterisch angehauchten Ratschlägen aus Selbsthilfebüchern – sind aber alles Ergebnisse aus zahlreichen Forschungen, die der Molekularbiologe John Medina in seinem Buch zitiert.

Jetzt aber genug Forschungsergebnisse aufgearbeitet! Wir bei KiddyRocks sind schließlich Moms mit praktischen Alltagsproblemen und keine Doktoranten, die eine Dissertation verfassen wollen.

5 Tipps für glückliche Kinder

3 praktische Tipps für glückliche Kinder

Deshalb kommt hier unsere Mini-Checkliste für Kinder, aus denen glückliche Erwachsene werden sollen:  

Glücks-Tipp 1: Hilf deinem Kind Freunde zu finden und Freundschaften zu pflegen.

Das geht am besten, indem du ihnen vorlebst, wie du mit anderen Menschen Kontakte knüpfst und wie du mit deinen Freunden umgehst. Wenn bei euch immer wieder Freunde zu Besuch sind und dein Kind spürt, wie sehr du dich darauf freust, dann wird er diesen Glücksfaktor auch für sich in seinem Leben suchen.

Frag dein Kind zum Beispiel beim Kindergartenstart, mit wem aus dem Kindergarten er gerne befreunden wäre und organisiere Playdates für deinen Kleinen.

Ermutige dein Kind mehrere Freunde zu haben, die völlig unterschiedlich in ihrer Art sind und sich nicht nur auf ein einziges Kind festzulegen.

Glücks-Tipp 2: Übe mit deinem Kind dankbar zu sein

Wir erwachsenen können täglich kleine Listen mit Dingen erstellen, für die wir Dankbar sind. Aber wie können wir mit unseren Kleinen dieses Ritual der Dankbarkeit pflegen?

Meine Kleinen und ich habe ein Spiel: Wenn meine Kinder schon im Bett liegen und wir das Licht schon ausgemacht haben, dann erzählen wir uns gegenseitig noch, was wir heute besonders schön fanden und worüber wir uns sehr gefreut haben.

Natürlich kommen dann manchmal solche Sachen wie „Dass wir heute ein Eis gegessen haben“ oder „Dass wir einen Trickfilm anschauen durften“. Aber manchmal kommen auch so schöne Sachen wie „Dass ich eine super liebe Schwester habe, mit der ich spielen kann“ oder „Dass wir im Wald waren und es dort so lecker roch“.

Glücks-Tipp 3: Zeige deinem Kind, wie man selbstlos und rücksichtsvoll ist und wie man anderen vergibt.

Ich erzähle dir sicherlich nichts neues, wenn ich sage, dass Kinder am besten etwas lernen, wenn sie uns selbst dabei beobachten. Wenn du also willst, dass dein Kind, anderen schnell vergibt, dann versuch mal, nicht gleich auszurasten, wenn Mini ein Glas Wasser umgeworfen hat, sondern zu sagen: Ist nicht schlimm. Komm, wir wischen das zusammen auf!

Und drängele dich nicht an der Kasse vor, sondern biete der alten Frau hinter dir an, sie vorzulassen. Dein eigenes Verhalten im Alltag entscheidet darüber, ob dein Kind super nett wird oder zu einem kleinen Arschloch heranwächst.

Und wenn dir das noch nicht genug ist und dir der Faktor Geld in meiner Liste doch noch fehlt, dann kannst du dein Kind darin ermuntern, sich einen Beruf auszusuchen, in dem er später in etwa 60.000 Euro pro Jahr verdient.

Dein Tipp für glückliche Kinder

Und was machst du, damit aus deinem Kind, ein glücklicher Erwachsener wird? Teile deine ganz persöniche Glücksformel mit uns und den anderen KiddyRocks-Moms!

Deine Ana

PS: All die wunderbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse für diesen Artikel haben wir aus dem Buch „Brain Rules für Ihr Baby“ von John Medina.

2 Kommentare zu „Glückliche Kinder: 5 überraschende Regeln aus der Forschung“

  1. Ich melde mich unter Beiträgen eigentlich nie zu Wort, aber das ist so schön und geschrieben, dass es eigentlich jeder verstehen kann! Dankeschön!

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